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Arques gibt Wanfried-Druck Kalden an das Management ab

„Symbolischer Kaufpreis“ für verschuldetes Unternehmen

Wanfried-Druck Kalden (Wanfried/Werra-Meißner-Kreis)

Die Arques Industries AG hat ihre Beteiligung Wanfried-Druck Kalden (Wanfried/Werra-Meißner-Kreis) an das Management zu einem symbolischen Kaufpreis verkauft. Die Übertragung der Gesellschaftsanteile des Verpackungs- und Etikettendruckers erfolgte laut einer Pressemitteilung von Arques zum Jahreswechsel.

Inhaber war zuletzt die Arques-Tochter WDK Holding GmbH, vormals Arques Industries Asset AG, gewesen. ­Ge­schäftsführer in Wanfried ist Wolf-Arthur Kalden.

Im Zuge des Verkaufs würden die Gesamtschulden im Arques-Konzern um rund 16 Mio. Euro sinken, heißt es in der Mitteilung des Unternehmens. Arques will sich mit seiner Tochter Gigaset offensichtlich nur noch auf die Telekommunikationsbranche konzentrieren und verkauft daher seine verbliebenen Töchter aus anderen Bereichen.

Laut Jahresabschluss hatte Wanfried-Druck im Jahr 2009 einen Verlust von über einer Mio. Euro erwirtschaftet, das Eigenkapital war nahezu aufgezehrt und es hieß „das Unternehmen befindet sich in einer äußerst schwierigen Situation“. Der „operative Personalbestand“ zum 31.12.2009 betrug 197 Mitarbeiter. Der Bruttoumsatz 2009 lag bei 32,3 Mio. Euro.

Wanfried-Druck war am im Dezember 2005 vom damaligen Eigentümer Constantia Packaging AG (Wien) an die Arquana International Print & Media AG verkauft worden – für 700 000 Euro in bar und 25 000 Arquana-Aktien „zu Marktwerten“ (damals 925 000 Euro). Arquana hatte in diesem Zusammenhang angekündigt, neben dem Rollenoffset ein zweites Standbein Packaging aufbauen zu wollen. Ende März 2007 wurde das hessische Unternehmen dann bereits an die Arques Industries Asset AG abgegeben und seitens Arquana 6,4 Mio. Ertrag bilanziert.

Nach dem Verkauf der zwischenzeitlich liquidierten Schweizer Firma Weber-Benteli im April 2009 war Wanfried-Druck das letzte Überbleibsel des Engagements von Arques in der Druckindustrie gewesen.

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