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Auch WUB hat Antrag auf Konkurseröffnung gestellt

13,5 Mio. Schulden und »international gängige Benchmarks nicht erreicht«

Das Landesgericht Innsbruck hat einem Antrag der Wagner'schen Univ.-Druckerei GmbH (WUB, Innsbruck/Österreich) entsprochen und am 4. April 2007 den Konkurs über das Vermögen der Rollenoffsetdruckerei eröffnet. Betroffen von der Insolvenz sind – neben vielen Lieferanten – 78 Mitarbeiter.
Die WUB gehört seit dem Jahr 2000 zur Waiblinger Schmelzle-Gruppe, über deren drei deutsche Firmen, Gmähle Rollen-Offset, Limburger Offsetdruck und Frotscher Druck Leipzig, bereits am 12. März das vorläufige Insolvenzverfahren eröffnet worden war.
Gesellschafter der WUB sind Kurt Schmelzle und dessen Tochter Angelika Schmelzle-Flassak.
Der »Alpenländische Kreditorenverband für Kreditschutz und Betriebswirtschaft« (AKV) spricht auf seiner Website von 13,5 Mio. Euro Schulden. »Seit Jahren«, heißt es dort, habe die WUB »mit viel zu hohen Verbindlichkeiten gekämpft«. Bis Ende 2005 sollen es 19 Mio. Euro gewesen sein, was durch den Verkauf einer Verlagsbeteiligung auf den jetzigen Stand reduziert werden konnte. Der »Kreditschutzverband von 1870« (der im Gegensatz zum AKV eine aktuelle Schuldenhöhe von 14,7 Mio. Euro auflistet) nennt als »Insolvenzursache« unter anderem »die Tatsache, dass die – durch die Anbindung an die deutschen Unternehmen erwarteten – international gängigen Benchmarks in Punkto Synergien, Betriebsgröße und Umsatz nicht erreicht werden konnten«.
Laut Presseberichten gibt es derzeit Verhandlungen mit »einer Druck-Gruppe aus Deutschland«, die den Masse-Verwalter Stefan Geiler hoffen läßt, »dass die Realisierung einer Auffanglösung kurzfristig in Aussicht genommen werden kann«.

Wagner'sche Univ.-Druckerei GmbH http://www.schmelzle-gruppe.de

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