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Aus KBA-Giori S.A. ist KBA-Notasys SA geworden

Neben den Leitwährungen US-Dollar und Euro werden etwa 90 % aller Banknoten weltweit auf Anlagen von KBA-Giori bzw. KBA-Notasys produziert.

Zum 1. Januar 2011 hat die im schweizerischen Lausanne ansässige KBA-Giori S.A. ihren Namen in KBA-Notasys SA geändert. 

Im Jahre 2001 hatte der Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer AG (KBA) nach langjähriger Zusammenarbeit die international tätige Beratungs-, Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft für die Banknotenproduktion De La Rue Giori S.A. zu 100 % übernommen und in KBA-Giori S.A. umbenannt. Der Name KBA-Notasys bezieht sich auf die italienischen Firmenwurzeln, da Nota auf Italienisch Banknote bedeutet. „Sys“ wiederum soll laut KBA die Systemkompetenz der Schweizer KBA-Tochter in Design, in der Druckvorstufe und bei der für die Herstellung und Endverarbeitung fälschungssicherer Banknoten in allen Prozessstufen notwendigen anspruchsvollen Verfahrenstechnik ausdrücken.

Anfang der 1950er-Jahre hatte Gualtiero Giori nach Erfindung des mehrfarbigen Stahlstich-Tiefdrucks (Intaglio-Druck) und des Simultan-Drucks (Trockenoffset) das auf den Banknoten- und Wertpapierdruck spezialisierte Unternehmen in der Schweiz gegründet. Fast zeitgleich begann die Partnerschaft mit Koenig & Bauer im fränkischen Würzburg. KBA übernahm die Konstruktion und Fertigung der für die hohen Sicherheitsanforderungen bei Banknoten und Wertpapieren prädestinierten Stahlstich- und Simultandruckmaschinen samt zugehöriger Sicherheits- und Logistikeinrichtungen. Die Schweizer konzentrierten sich auf den internationalen Vertrieb, die Beratung der Wertpapierkunden, die Entwicklung fälschungssicherer Banknoten und die prozessübergreifende Verfahrenstechnik.

Schon vor der Übernahme des Schweizer Partners durch Koenig & Bauer vor knapp zehn Jahren wurden gut 90 Prozent aller Banknoten in der Welt auf Maschinen mit der Herstellerbezeichnung Koebau-Giori-De La Rue gedruckt.

Mit der Zugehörigkeit der Schweizer Banknotenspezialisten zur KBA-Gruppe wurde die konzerninterne Arbeitsteilung weiter intensiviert und die technischen Ressourcen von KBA-Giori am Standort Lausanne vor allem im Bereich der Banknotenentwicklung, der immer aufwendigeren Sicherheitstechnik und der Kundenberatung und Schulung systematisch ausgebaut. Bestehende Produktlinien wurden kontinuierlich weiter entwickelt, neue entstanden. Dabei erfolgt die Konstruktion der Maschinen weiterhin im Würzburger KBA-Stammwerk.

Entgegen der landläufigen Meinung hat die gute alte Banknote im Zeitalter von Electronic Cash und Online Banking nicht ausgedient. Der weltweite Bedarf an neuen Banknoten ist in den letzten Jahren sogar gestiegen. Neben der wachsenden Zahl der Geldautomaten, die keine abgegriffenen oder beschädigten Scheine vertragen, tragen das dynamische Wachstum und der steigende Wohlstand in vielen bevölkerungsreichen Schwellenländern dazu bei. Auch in der zurückliegenden Wirtschaftskrise blieb die Marktnische Sicherheitsdruck sehr stabil.

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