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Ausbildungsplätze in der Druckbranche 2011 um 3,4 Prozent gestiegen

5.951 neue Aus­bildungsverhältnissen
 

Ausbildungsplätze in der Druckbranche 2011 um 3,4 Prozent gestiegen.

Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse der Druckbranche ist im Jahr 2011 gegenüber 2010 um 3,4 Prozent gestiegen. Wie der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) bekann gab, liegt die Anzahl jetzt bei 5.951 neuen Aus­bildungsverhältnissen. „Dies ist eine erfreuliche Entwicklung nach den schwierigen Aus­bildungs­jahren 2009 und 2010 und sicherlich auch auf die Neuordnung der Berufe zurückzuführen“, meint der Bildungsexperte Theo Zintel vom BVDM.

Viele Ausbildungsbetriebe der Druckindustrie meldeten trotz der neuen Ausbildungsordnungen allerdings in 2011 auch unbesetzte Ausbildungsstellen. Die Ausbildungs­betriebe monieren nach wie vor die unterdurchschnittliche Vorbildung vieler Bewerber, denen man die Ausbildung in den Berufen der Druckbranche nicht zutraut.

Insgesamt lernten 2011 in den drei Aus­bildungsjahren 15.057 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medien­wirtschaft. Die Gesamtausbildungsverhältnisse sanken damit um 5,5 Prozent (2010: 15.934 Azubis).

Die Mediengestalter verzeichneten bei den neu abgeschlossenen Ausbil­dungsverhältnissen laut BVDM ein Plus von 2,23 Prozent. Erfreulich sei der Anstieg der Aus­bildungszahlen der neuen Ausbildungsberufe Medientechnologe Druck um 6,46 Prozent, Medientech­nologe Siebdruck um 7,86 Prozent, Medien­techno­loge Druck­verarbei­tung um 4,20 Prozent und Packmitteltechnologe um 3,70 Prozent. Offensichtlich habe damit die Neuordnung der Berufe einen positiven Effekt auf die Ausbildungsbereitschaft ausgelöst.

63,8 Prozent aller Ausbildungsverträge wurden für den Ausbildungsberuf Medien­gestalter abgeschlossen, gefolgt vom Medientechnologen Druck mit einem Anteil von 18,6 Prozent, dem Packmitteltechnologen von 8,0 Prozent, dem Medientech­nologen Druckverarbeitung von 7,1 Prozent und dem Medientechnologen Siebdruck mit 2,5 Prozent.

Der Anteil der Frauen liegt bei 40,3 Prozent. Beim Mediengestalter liegt der Anteil bei 57,2 Prozent. In den Berufen der Drucktechnik liegt der Anteil bei 10,8 Prozent und in der Druckverarbeitung bei 20,0 Prozent. Der Frauenanteil nehme damit in den letzten Jahren stetig zu.

Die Ausbildungszahlen beim Mediengestalter verteilen sich auf folgende Fach­richtungen: Beratung und Planung 2 Prozent, Konzeption und Visualisierung 9 Prozent und Gestaltung und Technik 86 Prozent, wobei zu berücksichtigen sei, dass 2 Prozent keine Fachrichtung angegeben haben. Dazu Theo Zintel: „Es erstaunt doch seit Jahren, dass in den beiden Fachrichtungen „Beratung und Planung“ sowie „Konzeption und Visualisierung“ so wenig ausgebildet wird, denn gerade diese Fachrichtungen bieten mit Blick auf neue Geschäfts­felder ein großes Qualifikationspotential.“ Deshalb appelliert er an die Unter­nehmen verstärkt in diesen Fachrichtungen auszubilden.

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