Weiterempfehlen Drucken

Auslastung der Rollenoffsetbetriebe 2011 besser als erwartet

EWA-Konferenz erwartet für 2012 eine Stabilisierung oder leichten Zuwachs

Die Auslastung der europäischen Rollenoffsetbetriebe war in 2011 deutlich besser als erwartet. Dies stellte der Gründer und Sprecher der European Web Association (EWA), Michael Dömer, auf der 40. Rollenoffsetkonferenz in Wien fest. Trotz zusätzlicher Kapazitäten im Markt sei die Auslastung im 2. Halbjahr 2011 überwiegend sehr gut gewesen. Für 2012 geht Dömer von einer Stabilisierung bis zu einem leichten Zuwachs für die Betriebe aus.

Auch Volker Nickel, Sprecher des Zentralverbandes der deutschen Werbewirtschaft (ZAW), unterstützte die Einschätzung, dass die Perspektiven für Print deutlich besser seien als die öffentliche Meinung vermuten lasse. Dies zeigten die jüngsten Umfrageergebnisse aus der Werbung. Allerdings durchlaufe die Printbranche eine weitreichende Strukturveränderung. Laut Michael Dömer erlebt Print derzeit eine Renaissance, da man zur Markenbildung das Internet sowie Social Media deutlich überschätzt habe. Die Unternehmen müssten sich weiter auf die neue Medienvielfalt strategisch einstellen, hätten aber gute Möglichkeiten im Multichannel ihre Situation zu verbessern.

Es sei es wichtige Aufgabe der EWA, die Bedeutung von Print im Multichannel der Zukunft deutlich zu machen, so Dömer. Hierzu solle die Zusammenarbeit mit Gruppen wie dem ZAW und Verlegerorganisationen verstärkt werden. Auch Veranstaltungen wie der Versandhandelskongress müssten laut EWA stärker aus der Printbranche gestaltet werden.

Im Rahmen der Konferenz wurde zudem beschlossen, die Aktivitäten der staatlichen und europäischen Behörden im Zusammenhang mit den Auswirkungen auf die Druckindustrie kritisch zu hinterfragen. Die Zunahme an Werbeverboten, Regulierungen und Umweltrichtlinien gefährden nach Ansicht der EWA-Mitglieder Arbeitsplätze. Für eine verbesserte Lobbyarbeit wurde eine EWA-Arbeitsgruppe beauftragt.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

96-Seiten-Maschine von Polestar kommt nach Thüringen

Gotha Druck rückt in die Riege der 96-Seiten-Heatset-Drucker auf
Goss Sunday 5000/96

Die Kapazitäten im Heatset-Rollenoffset in Deutschland werden weiter gesteigert: Mit dem Kauf einer Goss Sunday 5000 rückt die Gotha Druck und Verpackung GmbH & Co. nun auch in die Riege der 96-Seiten-Drucker vor. Gotha Druck hat – wie bereits kurz berichtet – einen Kaufvertrag mit dem Druckmaschinenhersteller Goss International unterzeichnet. Gotha Druck erwirbt eine der Maschinen, die bis Mai 2016 bei Polestar in Sheffield (Großbritannien) in Betrieb waren. Der dortige Druckstandort war nach der Insolvenz von Polestar vollständig stillgelegt worden.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Rechnen Sie mit einem starken Jahresendgeschäft?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...