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Axel Springer: Rückzug aus dem Buchgeschäft?

Galgenfrist für Buchverlage

München (Reuters) - Der Axel Springer Verlag will nach den Worten von Vorstandschef Mathias Döpfner seine defizitäre Buchsparte verkaufen, falls sich das Geschäft nicht in einer »angemessenen Zeit« sanieren lässt. »Sollte es danach den Konzern weiterhin belasten, werden wir es verkaufen«, sagte Döpfner in einem am Montag veröffentlichten Interview mit der »Financial Times Deutschland«. Bisher verliefen die Sanierungsergebnisse zwar zufrieden stellend, jedoch hätten die Buchverlage nur noch eine bestimmte Zeit bis zur Profitabilität. Dies werde »mehr als einige Monate, aber weniger als einige Jahre« sein. Weiterhin sagte Döpfner, dass das Buchgeschäft nicht ins Zentrum des Kerngeschäfts stehe, es sei aber traditionell ein sinnvoller Bestandteil des Verlages. Das Buchgeschäft von Springer ist in der Gruppe Ullstein Heyne List gebündelt, die im vergangenen Jahr einen operativen Verlust von 46 Millionen Euro verzeichnet hatte.

Axel Springer Verlag http://www.asv.de

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