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Axel Springer Verlag: Schreiben an Wirtschaftminister Clement

Döpfner droht mit Einstllung von »Welt« und »Morgenpost«

In einem Schreiben an Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement (SPD) warnte Vorstandschef Mathias Döpfner davor, dem konkurrierenden Holtzbrinck-Verlag die Übernahme der »Berliner Zeitung« zu erlauben. Andernfalls müssten sowohl die »Welt« als auch die »Berliner Morgenpost« eingestellt werden. Eine Springer-Sprecherin bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden »Spiegel«-Bericht.
Der Holtzbrinck-Verlag besitzt in Berlin bereits den »Tagesspiegel«. Deshalb haben sowohl das Bundeskartellamt als auch die zuständige Monopolkommission die Übernahme der »Berliner Zeitung« bereits abgelehnt. Die Entscheidung über die Ministererlaubnis soll nach einer Anhörung am kommenden Dienstag bis Mitte Mai fallen. Holtzbrinck hat seinerseits bereits angekündigt, den »Tagesspiegel« einzustellen, falls die Übernahme scheitert. Bislang gehörte die »Berliner Zeitung« der Bertelsmann- Tochter Gruner + Jahr.
Springer-Chef Döpfner schrieb nun, eine Zusammenlegung der beiden Konkurrenzblätter hätte zwingend zur Folge, dass »zunächst die »Morgenpost« und letztlich auch die »Welt« vom Markt genommen werden müssten«. Auf einen Zeitrahmen legte sich Döpfner dabei nicht fest. Die Redaktionen der überregionalen »Welt« und der »Berliner Morgenpost« wurden im vergangenem Jahr aus Kostengründen zusammengelegt. Beide haben an Auflage verloren. Wie bei den vielen anderen Blättern gingen auch die Anzeigenerlöse zurück.
Die »Welt« bringt beim Axel Springer Verlag bereits seit Jahrzehnten Verluste. Mit einem Auflagen-Einbruch um 10,5 Prozent auf 209.000 Exemplare musste sie im ersten Quartal 2003 das größte Minus aller überregionalen Tageszeitungen einstecken. Die »Morgenpost« sank erstmals unter die Schwelle von 150.000 verkauften Exemplaren. Demgegenüber konnten der »Tagesspiegel« (139.000) und die »Berliner Zeitung« (192.000) ihre Auflage leicht steigern.

Axel Springer Verlag http://www.asv.de

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