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BVDM: Druckindustrie erreicht erneut hohe Ausbildungsquote von über 8 Prozent

Trotz Beschäftigtenrückgang

Die Unternehmen der Druckindustrie haben auch im Jahre 2005 einen entscheidenden Beitrag zur Ausbildung geleistet. Trotz Beschäftigtenrückgang in der Branche wurde erneut eine hohe Ausbildungsquote von über 8 Prozent erreicht.
Aufgrund der Zuwächse aus dem Jahr 2004 sank die Zahl der Gesamtausbildungsverhältnisse 2005 nur moderat um 332 auf 16.545. Das entspricht einem Rückgang um knapp 2 Prozent gegenüber 2004. Einschließlich des Berufes Papiermacher aus dem Bereich Papierherstellung wurden in der Branche 17.399 Jugendliche ausgebildet.
Betrachtet man die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge, wurde 2005 allerdings ein deutlicherer Rückgang registriert. Die Ausbildungsverhältnisse sanken um 7,5 Prozent auf 6.031. Das sind 487 weniger als im Vorjahr, wie die neueste Statistik des Bundesverbandes Druck und Medien belegt. Der Verband fasst die Meldungen aus den Industrie- und Handelskammern sowie Handwerkskammern zusammen.
Nach wie vor ist der Mediengestalter der dominanteste Ausbildungsberuf in der Druck- und Medienwirtschaft. Rund 58 Prozent aller Ausbildungsverträge der Branche entfallen auf ihn. Der für 2005 erwartete Rückgang bei neuen Ausbildungsverträgen fiel mit 5 Prozent moderater aus als erwartet. Stärker waren die Einbrüche beim Ausbildungsberuf Drucker, der ein Minus von 8,4 Prozent verzeichnete und beim Siebdrucker, der sogar über 21 Prozent einbüßte. Beim Ausbildungsberuf Buchbinder ging die Zahl der neu abgeschlossenen Verträge nur um 3,3 Prozent zurück.
Der Anteil der Frauen in der Druck- und Medienwirtschaft liegt bei rund einem Drittel. Anders beim Mediengestalter: Hier sind derzeit noch die Hälfte aller Auszubildenden weiblich, nachdem sich ihr Anteil in den letzten Jahren aber deutlich verringert hat. In der Drucktechnik lassen sich rund 8 Prozent Frauen ausbilden, in der Druckweiterverarbeitung ist der Anteil mit 16 Prozent dagegen doppelt so hoch.
Von hundert Mediengestaltern wählten im Jahr 2005 rund 71 die Fachrichtung Mediendesign, 18 ließen sich im Bereich Medienoperating ausbilden, sieben wählten den Medienberater und knapp vier wurden Medientechniker. Mit dem rasanten Zuwachs neuer Medientechnologien wächst in der Branche der Bedarf an kompetenter und umfassender Medienberatung. Deshalb ist es erfreulich, dass die Fachrichtung Medienberatung hier an Boden gewinnen konnte. Im Jahr 2004 hatten nur fünf von hundert Mediengestaltern diese Fachrichtung gewählt.

Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM) http://www.bvdm-online.de

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