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BVDM: Vorsitzender Bertelsmann bezeichnet Ausbildungsplatzabgabe als Irrweg

Eingriff in Personalentwicklung der Unternehmen

„Wer Marktwirtschaft will, darf in deren Gesetzmäßigkeiten nicht durch dirigistische Maßnahmen eingreifen“, sagte W. Arndt Bertelsmann, Vorsitzender des Bildungspolitischen Ausschusses des Bundesverbandes Druck und Medien, auf der bildungspolitischen Jahrestagung des Verbandes am 10. und 11. November 2003 in Kassel. Er verurteilte damit die von der SPD-Fraktion beschlossene Ausbildungsplatzabgabe als totalen Irrweg. Auf dem gemeinsamen Bildungsgipfel der Druck- und Medienbranche brachte er dies auch gegenüber der Gewerkschaft ver.di zum Ausdruck.
Der stellvertretende ver.di-Vorsitzende, Frank Werneke, begrüßte die Umlagefinanzierung dagegen ausdrücklich. Sie sei ein Schritt in die richtige Richtung, um die betriebliche Ausbildung zu stärken. Bertelsmann stellte dazu klar, dass die überdurchschnittliche Ausbildungsquote der Druckindustrie von neun Prozent in Gefahr ist, wenn man durch eine Zwangsabgabe in die Personalentwicklungsplanung der Unternehmen eingreife. Zudem schaffe Zwangsbürokratie nur Arbeitsplätze in der Bürokratie und keine Arbeitsplätze in den wertschöpfenden Unternehmen.
„Wer erfolgreich am Markt bestehen will, muss zwangsläufig im Sinne einer zukunftsgerichteten Personalentwicklung in Ausbildung investieren. Das ist der Schlüssel zum Erfolg. Wer sich dem verschließt, wird auf lange Sicht, keinen Erfolg haben“, so Bertelsmann. Mit der Abgabe wird auch die freiwillige und selbstfinanzierte Über-Bedarf-Ausbildung gefährdet. Bertelsmann befürchtet, dass durch die Zusatzbelastung der Unternehmen in Höhe von 9 Milliarden Euro kein einziger auf dem Arbeitsmarkt verwertbarer zusätzlicher Arbeitsplatz geschaffen werden kann.

Bundesverband Druck und Medien http://www.bvdm-online.de

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