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BVDM prognostiziert für 2012 ein Umsatzplus von 1,5 Prozent

Verbesserte Finanzierungsbedingungen für Druckereien
 

Dr. Paul Albert Deimel hat auf der Jahrespressekonferenz des BVDM in Frankfurt am Main den neuesten Jahresbericht präsentiert.

Licht und Schatten der Druckindustrie hat der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) auf seiner gestrigen Jahrespressekonferenz in Frankfurt am Main beschrieben. „Wir freuen uns, dass sich die Finanzierungsbedingungen entspannt haben“, so Rolf Schwarz, Präsident des BVDM. Auch würde sich die Schere zwischen großen und kleinen Betrieben schließen, was die Verfügbarkeit von Krediten anbelangt. Die Bilanz der Druckindustrie für das Jahr 2011 fiel mit einer Umsatzsteigerung von 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr positiv aus – und auch für 2012 prognostiziert der BVDM der Branche ein Umsatzplus von 1,5 Prozent.

Im Jahr 2011 erwirtschafteten die rund 9.700 Unternehmen der Branche einen Umsatz von circa 20,73 Milliarden Euro. Das entspricht einer Umsatzsteigerung von rund 0,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Profitieren konnten vor allem die Betriebe mit mehr als 50 Beschäftigten, die alleine 13,1 Milliarden Euro erwirtschafteten. Sie legten im Jahr 2011 um 2,6 Prozent beim Umsatz zu. Die Erzeugerpreise für Druckleistungen sind seit 2003 erstmals im Jahr 2011 um +1,3 Prozent gestiegen. Sie deckten, so der BVDM, allerdings bei weitem nicht die seit Jahren stark steigenden Kosten für Energie und Rohstoffen. Auch an der Kapazitätsauslastung der deutschen Druckunternehmen habe sich so gut wie nichts geändert. Sie stieg nur geringfügig von 81,7 Prozent in 2010 auf 81,8 Prozent in 2011.

Strukturwandel führt zu Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau

Laut Rolf Schwarz führt der Strukturwandel dazu, dass die Branche zunehmend industrieller und technologieintensiver wird. Diese Entwicklung habe auch Betriebsschließungen und Arbeitsplatzabbau zur Folge. In der deutschen Druckindustrie arbeiten derzeit rund 154.524 Mitarbeiter, das sind 2,7 Prozent weniger als im Vorjahr (2010: 158.751). Die Zahl der Betriebe verringerte sich um drei Prozent auf 9.746 Betriebe (2010: 10.043). Der zahlenmäßige Rückgang an Betrieben und Mitarbeitern hat, so Schwarz, auch auf die Finanzierung des Verbandes Auswirkungen. Mit dem bevorstehenden Umzug der BVDM-Geschäftsstelle nach Berlin werde deshalb auch eine Verringerung des Personalstandes von derzeit 25 auf 17 Personen einher gehen. Durch die Nähe zur Politik soll in Berlin die Rolle als Wirtschaftsverband stärker betont werden. „Wir wollen stärker in der Öffentlichkeit und in der Politik wahrgenommen werden“, erklärte Dr. Paul Albert Deimel, Hauptgeschäftsführer des Verbandes.

BVDM prognostiziert für 2012 ein Umsatzplus von 1,5 Prozent 

 
 

Dr. Nora Lauterbach, verantwortlich für die Wirtschaftspolitik innerhalb des Verbandes, BVDM-Präsident Rolf Schwarz, Hauptgeschäftsführer Dr. Paul Albert Deimel und Gaby Schermuly-Wunderlich (Presse- und Öffentlichkeitsarbeit) bei der Jahrespressekonferenz des BVDM in Frankfurt/Main..

Die ersten Einschätzungen für das 1. Halbjahr 2012 deuten auf eine Stagnation der Druckbranche hin. Für das Gesamtjahr 2012 rechnet der Verband dennoch mit einer leichten Belebung. Positive Effekte erwartet der BVDM vor allem durch die Werbegroßereignisse Fußball-Europameisterschaft und Olympische Sommerspiele. Deshalb geht die aktuelle Verbands-Prognose für 2012 nach wie vor von einem Umsatzplus von 1,5 Prozent aus.

Positive Entwicklung bei den Ausbildungszahlen

Positiv wertet der BVDM auch die Ausbildungsbereitschaft in der Druckindustrie. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse ist im Jahr 2011 gegenüber 2010 mit  5.951 Neuverträgen um 3,4 Prozent (2010: 5.755) gestiegen. Insgesamt lernten im Jahr 2011 in den drei Ausbildungsjahren 15.057 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medienwirtschaft.

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