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BVDM und Verdi: Keine Einigung bei Tarifverhandlungen erzielt

Zweite Verhandlungsrunde endete ohne Ergebnis
 

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie werden am 24. Mai in Berlin fortgeführt.

Die zweite Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am gestrigen 3. Mai endete erneut ergebnislos. Nach dreistündiger Verhandlung vertagten die Tarifparteien die weiteren Gespräche auf den 24. Mai 2016 in Berlin.

Der Bundesverband Druck und Medien (BVDM) unterbreitete im Rahmen der Verhandlungen ein Angebot mit einer Lohnerhöhung von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten (laut BVDM: Erhöhung des Facharbeiter-Ecklohns um 1,2 Prozent ab 1. Juni 2016, Laufzeit: 18 Monate – 1. April 2016 bis 30. September 2017). Dieses Angebot der Arbeitgeber berücksichtige die erneut gesunkenen Produktions- und Umsatzzahlen bei steigendem Konkurrenzdruck aus dem Ausland. Angesichts einer für das Jahr 2016 erwarteten Inflationsrate von 0,5 Prozent würde eine Erhöhung der Löhne nach dem Vorschlag der Arbeitgeber zugleich für eine Sicherung des Wohlstands sorgen.

Die Verdi-Verhandlungskommission wies dieses laut ihren Angaben "indiskutable Angebot" als nicht verhandlungsfähig zurück. Das Angebot entspräche über die gesamte Laufzeit gerechnet, nach zwei "Nullmonaten" und beginnend ab 1. Juni 2016 bis zum 30. September 2017 (16 Monate 1,2 Prozent), insgesamt nicht einmal 0,8 Prozent Lohnerhöhung.

„Das Lohnangebot des BVDM ist ein Ausdruck mangelnder Wertschätzung gegenüber der Arbeit und Leistung der Beschäftigten in der Druckindustrie“, so der stellvertretende Verdi-Vorsitzende und Verhandlungsführer Frank Werneke. Der Vorschlag des BVDM liefe auf einen Reallohnverlust für die Beschäftigten der Druckindustrie hinaus und würde eine weitere Abkopplung von der allgemeinen Lohnentwicklung bedeuten. Für die dritte Verhandlungsrunde fordert Verdi 5 Prozent mehr Lohn. 

BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens erklärt: „Verdi fordert eine Erhöhung von der sie (die Gewerkschaft, Anm. der Red.) weiß, dass viele Betriebe sie nicht überleben würden. Das ist unverantwortlich, auch gegenüber den Unternehmen und ihren Mitarbeitern und dagegen wehren wir uns. Wir haben ein faires und begründbares Angebot vorgelegt und erwarten, dass Verdi dieses Angebot in Ruhe überdenkt.“ 

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