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BVDM und Verdi: Verhandlungen erneut ergebnislos vertagt

Auch die dritte Tarif-Verhandlungsrunde brachte keine Einigung
 

Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie werden am 13. Juni in Frankfurt fortgesetzt.

Auch die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Druckindustrie am 24. Mai in Berlin endete nach fünf Stunden ebenfalls ohne Einigung. Die Tarifparteien vertagten die Gespräche auf den 13. Juni in Frankfurt.

In die Verhandlungen zwischen dem Bundesverband Druck und Medien (BVDM) und der Vereinten Dienstleistungsgesellschaft Verdi kam kaum Bewegung. Der BVDM unterbreitete im Rahmen der dritten Verhandlungsrunde weiterhin das Angebot mit einer Lohnerhöhung von 1,2 Prozent bei einer Laufzeit von 18 Monaten. Dieses Angebot der Arbeitgeber entspreche dem verständlichen Wunsch der Arbeitnehmer nach mehr Lohn, berücksichtige gleichzeitig aber auch die wirtschaftliche Situation der Betriebe.

Die Verdi-Verhandlungskommission wies dieses Angebot als „respektlos“ gegenüber den Beschäftigten zurück, die zu Recht erwarteten nicht von der allgemeinen Lohnentwicklung abgekoppelt zu werden. Konkret hatte Verdi einen Vorschlag für eine Erhöhung von insgesamt 4,5 Prozent bei einer Laufzeit von 24 Monaten eingebracht und sich so um 0,5 Prozent von den ursprünglich geforderten 5 Prozent auf die Arbeitgeber zu bewegt.

BVDM-Verhandlungsführer Sönke Boyens erklärt dazu: „Die Gewerkschaft kennt die Situation der Druckindustrie. Sie ist nicht vergleichbar mit anderen Branchen, in denen momentan auch Lohnverhandlungen stattfinden. Daher erwarten wir, dass Verdi bis zur nächsten Verhandlungsrunde unserem Angebot ernsthaft entgegenkommt.“

Am 13. Juni 2016 werden die Gespräche in Frankfurt fortgesetzt.

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