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Bartsch: Polnischer Drucker übernimmt Flugticketproduktion

65 Mitarbeiter freigestellt und aus dem Betrieb eskortiert

Die Bartsch-Gruppe verlagert die Produktion von Flugtickets nach Polen. Der Vertrieb, die Auftragssteuerung, die Qualitätssicherung und die Entwicklung der Flugtickets bleiben in Ottobrunn. Am 30. Juni 2007 wird die Produktion der Flugtickets am Standort Ottobrunn stufenweise eingestellt. Die Druckmaschinen werden zu Samindruk nach Brodnica (Polen) verlagert. Samindruk übernimmt den gesamten Maschinenpark von Bartsch und baut die Produktion in einem neu errichteten Werk wieder auf. Die Bartsch-Gruppe kooperiert seit einigen Jahren mit Samindruk und lässt Spezialdrucke dort im Auftrag fertigen.
Für die bislang in Ottobrunn damit beschäftigten 65 Mitarbeiter bedeutet dies den Verlust des Arbeitsplatzes. Wie das Oberbayerische Volksblatt (OVB) berichtet, wurden sie während einer Betriebsversammlung aufgefordert, unverzüglich das Betriebsgelände zu verlassen. Sicherheitsleute bildeten eine Eskorte, weil nach Aussage von Bartsch-Geschäftsführerin Eva-Maria Kahlenberg der polnische Käufer der Maschinen befürchtete, die geschockten Mitarbeiter »könnten mit Sabotage an den Maschinen reagieren«.
Wie Betriebsrätin Ivonne Kirchner dem OVB erzählte, sei den 65 freigestellten Mitarbeitern dann schriftlich angeboten worden, ab 1. Dezember 2007 in Polen zu arbeiten. Wer dies nicht tut, dem droht die endgültige Kündigung.
Für die Kunden von Bartsch habe die Verlagerung der Produktionsstätte keinerlei Auswirkungen. »Der zuverlässige Bartsch-Service, die hohe Qualität der Spezialfertigung sowie die Ansprechpartner im Vertrieb bleiben erhalten«, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.
Als Grund für die Verlagerung der Flugticketproduktion gibt Bartsch den »Preisdruck im internationalen Geschäft sowie die hohen Kosten am Standort Ottobrunn« an. Durch die Verlagerung bleibe man »ein hochqualifizierter und wettbewerbsfähiger Lieferant für internationale Fluggesellschaften«. Die Standorte Rheinstetten und Wechmar seien von der Produktionsverlagerung nicht betroffen.

Bartsch GmbH http://www.bartsch.de

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