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Bielomatik: Insolvente Papiersparte findet Käufer

BW Papersystems übernimmt das Papiergeschäft von Bielomatik. Ein Großteil der Arbeitsplätze soll erhalten bleiben.
 

Die Papiersparte von Bielomatik bietet unter anderem Spiral- und Drahtkamm-Binde-Maschinen für Schreibwaren-Produkte an.

Laut einer Unternehmensmitteilung plant das US-amerikanische Unter­nehmen BW Papersystems, die Sparte Pa­­pier­ver­ar­bei­tung von Bielomatik zu übernehmen. Der Hersteller von Maschinen für die Papierverarbeitung hatte im April dieses Jahres Insolvenz angemeldet, der Mutterkonzern begab sich zeitgleich in das Schutzschirmverfahren.

Wie es von Bielomatik heißt, seien die Gesprä­che mit dem Käufer sehr weit fortgeschritten, und man warte auf die behörd­lichen Geneh­mi­gun­gen. Demnach werde BW Papersystems weiterhin an den Stand­orten Neuffen und Neuss sowie Bologna in Italien produ­zieren und sämt­li­che Mit­ar­beiter der Sparte Pa­pier­ver­ar­bei­tung über­nehmen, die nicht von einem bereits vor einigen Tagen be­kannt gege­benen Stel­len­abbau be­trof­fen seien. Am Stammsitz in Neuffen werden laut Unternehmen 474 der insgesamt 554 Mitarbeiter weiterbeschäftigt, davon 118 Beschäftigte in der Papiersparte. In Neuss werden 16 von 22 Mitarbeitern weiterbeschäftigt.

Weitere Details zu der geplanten Übernahme nennt Bielomatik nicht. Der Geschäfts­betrieb wurde laut Unternehmen während des Verfahrens un­ein­ge­schränkt fort­ge­führt. Seitens der Lieferanten seien keine relevanten Ausfälle verzeichnet worden. Die Auftragslage sei in allen Bereichen stabil. Für die verbleibenden Geschäftsbereiche Kunststoffschweißen und Schmiertechnik haben sich Gläubigerausschuss, Sachverwalter sowie Gesellschafter und Arbeitnehmervertreter im Rahmen des laufenden Schutzschirmverfahrens auf einen Insolvenzplan verständigt und diesen bei Gereicht eingereicht.

BW Papersystems, das zu Barry-Wehmiller gehört, wird einschließlich des Bielomatik-Bereichs Papierverarbeitung insgesamt über 1.600 Mitarbeiter weltweit beschäftigen. Das Unternehmen erwartet einen Umsatz von über 400 Millionen US-Dollar pro Jahr.

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