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Bobst Group: Höhere Umsätze und Ergebnisse

Geschäftssituation im 1. Halbjahr 2017: mehr als doppelt so hohe Ergebnisse im Vergleich zum 1. Halbjahr 2016
 

Das Diagramm zeigt die Umsatzentwicklung der Bobst Group im jeweils 1. Halbjahr in den Jahren 2103 bis 2017 (Angaben in Mio. CHF, Bildquelle: Bobst).

Bei der Schweizer Bobst Group beliefen sich die Umsätze in den ersten sechs Monaten 2017 auf 643,2 Mio. gegenüber 600,4 Mio. CHF im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das entspricht einem Zuwachs  von +7,1 %. Das Betriebsergebnis (Ebit) stieg um 21,8 Mio. auf 39,8 Mio. CHF. Das Nettoergebnis verbesserte sich auf 27,7 Mio. gegenüber 9,7 Mio. CHF im Vorjahr. Gegenüber dem Vorjahr nahmen die Auftragseingänge um 20 % und der Auftragsbestand um 5 % zu. Mouvent, das neue Startup-Unternehmen, soll das Kompetenzzentrum und der Lösungsanbieter von Bobst für den Digitaldruck werden und technologische Entwicklungen vorantreiben, um sich in diesem Bereich neue Märkte zu erschließen.

Die Umsatz-Entwicklung erklärt sich hauptsächlich durch „insgesamt gute Aktivitäten in allen drei Geschäftsbereichen und einen langsamen Start des Geschäftsbereichs Web-fed im Jahr 2016“, wie Bobst-CEO Jean-Pascal Bobst betont.

Der Ebit-Anstieg erklärt sich hauptsächlich aus dem „positiven Beitrag der höheren Umsätze und einer sehr guten Auslastung der Produktionskapazitäten“, so Bobst weiter.

Alle Geschäftsbereiche verbesserten ihre Betriebsergebnisse durch höhere Umsätze. Die stärkste Zunahme kommt aus dem Geschäftsbereich Sheet-fed, in dem Bobst von den Transformationsprogrammen profitiere, die man in den vergangenen Jahren aufgelegt habe, aber auch aus dem Geschäftsbereich Services, der seine Prozesse kontinuierlich verbessere. Der Geschäftsbereich Web-fed leidet weiterhin unter einem weniger vorteilhaften Produktmix und hohem Druck auf die Margen.

Die Netto-Cash-Position von 51,3 Mio. CHF Ende 2016 reduzierte sich auf 7,6 Mio. CHF. Dies sei laut Bobst hauptsächlich auf zeitweilig höhere Bestände an Maschinen zurückzuführen, die in der zweiten Jahreshälfte fakturiert werden. Das konsolidierte Eigenkapital erreichte 32,5 % der Bilanzsumme gegenüber 33,9 % Ende 2016.

Geschäftsbereich Sheet-fed

Die Auftragseingänge im ersten Halbjahr 2017 lagen um 30 % über den Auftragseingängen im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Die Nachfrage war sowohl in den entwickelten Märkten als auch in den Schwellenländern gut. Letztere melden im Vergleich zum Vorjahr verstärkte Aktivitäten, was sich im Auftragseingang des ersten Halbjahres widerspiegelt. Aus China kommen ermutigende Resultate. Dort haben sich die Aufträge im ersten Halbjahr 2017 im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 in Volumen und Wert mehr als verdoppelt. Erklären lässt sich dies durch eine positivere Wirtschaftslage, während ein höherer Druck auf die Preise und die Gewinnspannen die Kunden zwingt, in hochproduktive Maschinen und in Automatisierung zu investieren.

Im Schnitt melden alle Wirtschaftszonen beim Auftragseingang gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres Verbesserungen in einer Größenordnung zweistelliger Prozentsätze. Als einzige Ausnahmen bleiben Afrika und die Türkei hinter den Erwartungen zurück, bedingt durch politische und ökonomische Faktoren, die die Investitionstätigkeit bremsen.

Die Umsätze in der ersten Hälfte des Jahres lagen 5 % über denen der gleichen Vorjahresperiode. Das positive Volumenungleichgewicht, das in der Vergangenheit die zweite Jahreshälfte kennzeichnete, geht mittlerweile seit 2015 zurück.

Geschäftsbereich Web-fed

Die Geschäftstätigkeit bei flexiblen Materialien blieb laut Bobst im Einklang mit dem Vorjahr, obwohl die Umsätze im ersten Halbjahr 2017 etwas höher als im Vorjahr waren. Im Markt sind keine bedeutsamen Änderungen gegenüber 2016 zu vermelden. Die Performance in entwickelten Ländern bleibt im Einklang mit den nachgefragten Volumina. Die Schwellenländer einschließlich China, Russland und Brasilien verharren auf einem sehr niedrigen Aktivitätsniveau. Ausnahmen bilden Indien und Südostasien, die verstärkte Aktivitäten zeigen. Die gesamten Aufträge im ersten Halbjahr 2017 lagen um 2 % unter den Aufträgen in der gleichen Vorjahresperiode.

Die Bauarbeiten für die neue Produktionsstätte und das Kompetenzzentrum in Changzhou/China begannen im Mai 2017 und sollen bis Jahresende abgeschlossen sein. Die neue Infrastruktur soll dann dem Geschäftsbereich Web-fed ermöglichen, seine Präsenz in Asien auszubauen und den lokalen Markt besser zu bedienen.

Die Umsätze im ersten Halbjahr lagen 18 % über dem Wert der vergleichbaren Vorjahresperiode. Dies liegt vor allem an einem langsamen Start in 2016. Die Verteilung der Umsätze zwischen dem ersten Halbjahr und dem zweiten Halbjahr bleibt nach wie vor recht unausgewogen. Ein gutes Niveau bei den Auftragsbeständen und der bislang positive Trend in der Verpackungsindustrie werden uns im Vergleich zu den Vorjahresvolumen Umsatzsteigerungen in lokalen Währungen ermöglichen.

Der Konzern geht für die zweite Jahreshälfte von einer kontinuierlich guten Nachfrage in Europa und Nordamerika aus. Asien dürfte sich weiter verbessern, aber Südamerika und die Türkei werden wegen der schwachen Konjunktur weiter schwächeln. Der Konzern erwartet in nahezu allen Werken eine sehr geschäftige zweite Jahreshälfte 2017.

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