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Bobst Group: Rund 9 % mehr Umsatz und 26 % mehr Gewinn

Auftragseingänge 2016 im Geschäftsbereich Webfed höher als im Vorjahr – Sheetfed 2016 auf etwas niedrigerem Niveau
 

Das Bild zeigt eine Digitaldruckmaschine für Wellpappen von Bobst.

Der Schweizer Anbieter von Ausrüstungen und Dienstleistungen für die Verpackungs- und die Etikettenbranche, Bobst Group, erzielte im Geschäftsjahr 2016 einen Konzernumsatz von 1,447 Mrd. CHF, was einer Steigerung um 116 Mio. oder +8,7 % gegenüber 2015 entspricht. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Akquisitionen, lag das „organische“ Umsatzwachstum bei 6,7 %. Das Betriebsergebnis (Ebit) erreichte 103,7 Mio. CHF (83,9 Mio. im Jahr 2015), während das Nettoergebnis 84,3 Mio. CHF betrug (2015: 67,1 Mio.). Die liquiden Mittel stiegen um 46,3 Mio. und brachten so die Netto-Cash-Position auf einen Stand von 51,3 Mio. CHF im Vergleich zu einer Nettoverschuldung von 1,7 Mio. CHF (2015).

Mit einem leicht höheren Auftragsbestand als im Vorjahr hatte der Konzern das Jahr 2016 begonnen. Die Auftragseingänge waren 2016 im Geschäftsbereich Webfed höher als im Vorjahr, während der Geschäftsbereich Sheetfed das Jahr 2016 auf einem etwas niedrigeren Niveau abschloss. Insgesamt lagen die Auftragseingänge auf der Höhe des Vorjahrs. Wie erwartet, „verbesserte sich Asien beträchtlich, während Mittel- und Nordamerika sich im Vergleich zum Vorjahr erneut steigerten“, wie Bobst bei der Veröffentlichung der jüngsten Zahlen berichtet.

In Europa war ein Rückgang zu verzeichnen und die Geschäftstätigkeit in Südamerika blieb schwach. Die Unternehmensgruppe beendete das Berichtsjahr mit einem leicht niedrigeren Auftragsbestand als im Jahr 2015.

Nuova Gidue Srl, 2015 übernommen, und die neue, Anfang 2016 in der Türkei eröffnete Tochtergesellschaft, trugen mit 16,1 Mio. CHF zum Umsatzwachstum bei. Wechselkursveränderungen ließen den Umsatz um 10,8 Mio. CHF steigen.

In der zweiten Jahreshälfte 2016 belief sich der Umsatz auf 847 Mio. CHF gegenüber 600 Mio. in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres und 806 Mio. CHF im zweiten Halbjahr 2015. Umsätze mit Sheetfed-Produkten stiegen um 8,5 % auf 714 Mio. CHF. Die Steigerung wurde von einer laut Bobst „sehr starken Nachfrage nach Produkten für die Wellpappenindustrie getrieben.“ Die Nachfrage nach Produkten für die Faltschachtelindustrie blieb stabil. Der Verkauf von Webfed-Produkten nahm um 4 % zu und erreichte im Geschäftsjahr 2016 den Wert von 309 Mio. CHF. Die Nachfrage nach Spezialmaschinen und komplexen Anlagen blieb auf etwa gleich niedrigem Niveau wie 2015. Der Umsatz mit Dienstleistungen und Ersatzteilen nahm zu, um 12,8 % auf 423 Mio. CHF. „Dies ist das beste Jahr seit Schaffung des Geschäftsbereichs Service im Jahr 2010“, so Jean-Pascal Bobst, CEO von Bobst.

Die Umsätze in Europa stiegen um 9 Mio. CHF. Eine wesentliche Verbesserung in Ländern wie Italien, Schweiz und Ukraine wurde teilweise durch niedrigere Umsätze in Polen, Deutschland, Großbritannien und Österreich verringert. Die Umsätze auf dem amerikanischen Kontinent verzeichneten eine Zunahme um 42 Mio. CHF. Diese Verbesserung ist hauptsächlich auf Steigerungen in den USA und in Mexiko zurückzuführen. Die Umsätze in Asien und Ozeanien stiegen um 42 Mio. CHF, hauptsächlich in Ländern wie Japan, Türkei, Australien und Vietnam. Die allgemeine wirtschaftliche Abschwächung in China führte zu einem weiteren Umsatzrückgang in diesem Land. Afrika verzeichnete eine Zunahme um 23 Mio. CHF, zu der Marokko und Südafrika den größten Beitrag leisteten.

Ausblick und Ziele

Innovation und die Entwicklung neuer Maschinen, neue Dienstleistungen und eine Erhöhung der Marktanteile werden als vorrangige Ziele genannt. In allen Geschäftsbereichen und auf einigen Zielmärkten strebe man ein Wachstum an, „was die Eröffnung unserer dritten chinesischen Produktionsstätte Anfang 2018 unterstreicht. Mit dem künftigen Aufbau eines Kompetenzzentrums für Digitaldrucktechnologie investieren wir weiterhin in Innovation, und wir werden unsere Prozesse weiter optimieren, sei es durch die Suche nach Synergien innerhalb unserer Unternehmensgruppe, durch die Implementierung schlanker Prozesse oder durch die Entwicklung gemeinsamer Praktiken“, so Jean-Pascal Bobst abschließend.

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