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Bobst: Stagnierende Nachfrage zwingt zu drastischen Maßnahmen

Mitarbeiterstand von 5300 soll ohne Entlassungen bis zum 2. Quartal 2013 um 420 Stellen gekürzt werden

Prägefoliendruckmaschine Masterfoil 106 PR im Bobst-Werk in Mex bei Lausanne.

Der starke Schweizer Franken sowie die weltweit auf relativ niedrigem Niveau stagnierende Nachfrage nach ihren Produkten zwingen die Bobst-Gruppe zu drastischen Maßnahmen auf der Kostenseite. So soll die bereits laufende Restrukturierung der Gruppe beschleunigt umgesetzt und in diesem Zusammenhang der Stellenbestand bis zum zweiten Quartal 2013 um 8% oder rund 420 Stellen gekürzt werden, wie aus einer Presseinformation des Herstellers von Systemen für die Verpackungs-Produktion hervorgeht.

Das Restrukturierungsprogramm soll die Kosten im laufenden Jahr um 77 Mio. SFR und im Jahr 2012 um 85 Mio. SFR verringern und ab 2013 die Rückkehr zu einer „zufriedenstellenden Profitabilität“ ermöglichen. Als Teil der beschleunigten Transformation sollen Aktivitäten außerhalb des Kerngeschäftes „outgesourced“ und der momentane Personalbestand von weltweit 5300 Mitarbeitern bis zum zweiten Quartal 2013 um 8% (420) abgebaut werden. Der geplante Stellenabbau wird größtenteils den Standort in Lausanne betreffen und hauptsächlich über die Auflösung von Teilzeitstellen und Arbeitsverträgen mit festen Laufzeiten, über Frühpensionierungen sowie über die natürliche Fluktuation erfolgen, teilte die Gruppe mit. Entlassungen seien keine vorgesehen. 

Vor dem Hintergrund, dass 50 % der Personalkosten in der Schweiz, aber 90 % der Verkäufe in Europa, Asien und Amerika anfallen, seien diese drastischen Maßnahmen laut CEO Jean-Pascal Bobst unumgänglich, um die Wettbewerbsfähigkeit des bekannten Herstellers von Systemen und Anlagen für die Verpackungs-Produktion zu sichern. Dabei spielt auch der fortwährende Abzug von Aktivitäten aus dem Werk in Prilly zugunsten der Konzentration vieler Betriebsfunktionen im modernen Werk in Mex (beide bei Lausanne) eine gewichtige Rolle.

Zusätzlich zum Stellenabbau plant die Gruppe in der Schweiz ab Januar für einen Zeitraum von sechs Monaten die Einführung von Kurzarbeit im Umfang von 15 bis 30%. Welche Bereiche davon betroffen sind, werde flexibel und jenach Bedarf entschieden, so der Sprecher. Mit Hilfe der Kurzarbeit sollen möglichst viele Arbeitsplätze und das Know-How der Mitarbeiter bis zum Zeitpunkt einer erwarteten Verbesserung der Nachfragesituation gesichert und damit langfristig erhalten bleiben.

Einher damit gehen auch Veränderungen im Vorstand der Gruppe. Attilio Tissi, seit Mai 2011 Group CFO, wurde zum permanenten Group CFO der Bobst Group und Mitglied des Group Executive Committee berufen. Philippe Milliet ist Bogen-Vorstand. Pierre-Yves Müller, bislang Vorstand für Group Supply, Production and Logistics (GSPL), verlässt das Unternehmen zum 31. Januar 2012.

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