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Böwe Systec: Käufer gefunden

Possehl-Gruppe will deutsche Standorte erhalten

Die insolvente Böwe Systec AG i.I. (Augsburg) hat einen Käufer gefunden. Die Possehl-Gruppe (Lübeck) wird nach eigenen Angaben den Kuvertiermaschinenhersteller und seine rund 1.200 Mitarbeiter übernehmen.

Über die Kaufssumme wurde Stillschweigen vereinbart. Die Übernahme von Böwe stehe zudem noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Bundeskartellamtes. Böwe Systec hatte im Mai dieses Jahres Insolvenz angemeldet. Im September sah es so aus, als sei im Schweizer Unternehmen Axentum Capital ein Investor gefunden. Dieser zog sich aber kurz vor Abschluss des Geschäfts zurück.
Für die Lübecker Stiftung habe nun nach Angaben eines Sprechers des Insolvenzverwalters Werner Schneider ihr klares Bekenntnis zum Augsburger Standort (rund 450 Mitarbeiter) gesprochen. Dies berichtet die Ausgburger Allgemeine.

Langfristige Planungen

Die unter Führung der Management-Holding L. Possehl & Co. mbH agierende Possehl-Gruppe ist ein diversifizierter Konzern mit acht dezentral organisierten Geschäftsbereichen. Zu Possehl gehören Maschinenbauer für die Reifenindustrie ebenso wie eine Goldrecyclingfirma oder das Reinigungsunternehmen Hako. Mit weltweit rund 7.000 Beschäftigten erzielt die Gruppe einen Umsatz von rund 1,7 Milliarden Euro im Jahr. „Wir sind bewusst breit aufgestellt“, sagt Joachim Brenk, Mitglied des Vorstand der Possehl Holding, um das Risiko zu verteilen. Dies habe sich in der Krise ausgezahlt. „Und wir kaufen Unternehmen nicht, um sie zu verkaufen, sondern um sie zu behalten“, ergänzt Brenk. Gerade für Böwe sei ein langfristig orientierter Investor wichtig, da Kunden wie Banken und Behörden Kontinuität voraussetzten.

Bekenntnis zum Standort

Eine Standortverlagerung sei im Fall Böwe ebenfalls nicht geplant: „Das Know-how und die Komplexität, die für diese Maschinen nötig sind, kann nur in Deutschland funktionieren,“ so Brenk. Um sich einen genauen Überblick über dieses Geschäft machen zu können, werde Brenk für einige Monate zusammen mit dem früheren Vorstand von Böwe, Heiner Kudrus, die Geschäftsleitung übernehmen, sich dann aber zurückziehen. „Denn wir greifen nicht in die Geschäftsführung ein,“ erklärte Brenk.

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