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Böwe Systec stellt Insolvenzantrag

600 Mitarbeiter betroffen

Die Böwe Systec AG (Augsburg) hat am 20. Mai 2010 beim Amtsgericht Augsburg Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Die derzeit schwache Finanzstruktur habe die Einleitung des Insolvenzverfahrens notwendig gemacht. Der Geschäftsbetrieb der Böwe Systec AG soll ohne Einschränkungen weiterlaufen.
Das Unternehmen hatte Anfang 2009 ein umfassendes Restrukturierungsprogramm eingeleitet. Die gemeinsamen Anstrengungen von Management und Belegschaft hätten die Böwe Systec AG wesentlich straffer, effizienter und flexibler ausgerichtet. Trotz des anhaltend schwierigen Marktumfelds hat das Unternehmen seit Anfang des Jahres eine wesentliche Belebung im Ordereingang registriert. Von Januar bis April 2010 stieg der Auftragseingang um 40% auf 18,7 Mill. Euro, verglichen mit den ersten vier Monaten 2009. Der Umsatz bis Ende April lag mit 14,2 Mill Euro um 11,3% über dem Plan.
„Wir sind überzeugt, dass Böwe Systec AG auf gutem Wege der operativen Sanierung ist. Wir wollen den Turnaround fortsetzen und streben an, auf Basis des deutschen Insolvenzrechts, das auch eine Eigenverwaltung erlaubt, diesen erfolgreich abzuschließen. Ziel ist, Böwe Systec AG als Ganzes zu erhalten und wieder nachhaltig profitabel aufzustellen“, sagte Oliver Bialowons, der Vorstandsvorsitzende der Böwe Systec AG. Das Amtsgericht Augsburg werde nun einen vorläufigen Insolvenzverwalter bestellen.
Die gesamte Böwe-Gruppe beschäftigt rund 3600 Mitarbeiter. Von der Insolvenz der Böwe Systec AG sind rund 600 Mitarbeiter betroffen. Der bereits laufende Restrukturierungsprozess umfasst eine weitere Personalreduzierung um 120 Mitarbeiter und ist aufgrund des konjunkturell niedrigen Umsatzniveaus erforderlich.

Böwe Systec AG http://www.boewe-systec.de

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