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Bolloré Thin Papers: Standort PDV nach ISO 9001 / ISO 14001 Version 2015 zertifiziert

Papeteries des Vosges (PDV) laut Bolloré erste französische Papierfabrik mit Zertifizierung nach neuen Regelwerken
 

Die Dampferzeugungsanlage im Biomassekraftwerk von Bolloré Thin Papers, Standort Papeteries des Vosges.

Der Standort Papeteries des Vosges (PDV) des französischen Herstellers opaker Premium-Dünndruckpapiere Balloré Thin Papers, hat – kurz nach der Veröffentlichung der neuesten Normen im September – die Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 14001 Version 2015 erhalten. Laut Balloré Thin Papers ist dieser Standort somit die erste französische Papierfabrik, die nach den neuen Regelwerken zertifiziert wurde.

Die französische Normungsgesellschaft AFNOR (Agence Francaise de Normalisation) verlieh die Zertifizierungen an den Standort Papeteries des Vosges im September 2015. "Die Erneuerung der Zertifizierungen nach ISO 9001 und ISO 14001 Version 2015 erleichtert die Anerkennung der Papeteries des Vosges bei allen Partnern und Kunden. Diese sind hauptsächlich Drucker für die pharmazeutische Industrie", erklärt Adeline Colin, Verantwortliche für das Qualitätsmanagement des Standortes PDV.

Die neue Norm ISO 9001 soll die Verbesserung von Unternehmen auf zwei Ebenen ermöglichen: das Beherrschen ihrer internen Aktivitäten und die Verbesserung des Vertrauenskapitals bei Kunden und Lieferanten. Um den Ansprüchen und Empfehlungen der Zertifizierung nach ISO 9001 Version 2015 gerecht zu werden, hat PDV Aktionspläne aufgestellt, die die Organisation weiter verbessern und das Vertrauen des Unternehmens bei Kunden und Lieferanten stärken sollen.

Die Norm ISO 14001 verfolgt das Ziel, Organisationen zur dauerhaften Verbesserung ihres Umweltschutzes anzuregen. Die mit dem neuen Regelwerk verbundene Veränderung besteht darin, dass sich das Unternehmen dem gesamten Produkt- und Dienstleistungs-Lebenszyklus zuwendet, insbesondere den mit Einkäufen und der Lieferantenbewertung verbundenen Ansprüchen. Die Papeteries des Vosges engagiert sich laut eigenen Angaben im Umweltschutz, um die Auswirkungen der eigenen Aktivitäten auf die Umwelt maßgeblich zu verringern. Jedes Jahr wird an diesem Standort ein Umweltmanagement-Plan aufgestellt, wobei Projektgruppen gezielt die Fragen bearbeiten: Wie kann die Qualität der Abluft und der Abwässer verbessert werden und wie lässt sich die Abfallmenge verringern?

Weiterhin habe das Unternehmen während der letzten 12 Jahre über 3 Mio. Euro in technische Anlagen und Verbesserungen investiert, um den Wasser- und Energieverbrauch des Standorts zu drosseln, was laut Bollore Thin Papers eine deutliche Verbesserung der Umweltverträglichkeit zur Folge hatte. Hier werden von Bolloré angegeben:

  • Senkung des Wasserbedarfs pro produzierter Tonne Papier um 38%,
  • Verringerung des Dampf- und Energieverbrauchs pro produzierter Tonne Papier um 10%,
  • Recycling von über 90% der Abfälle,
  • Verringerung der Schlammmenge pro produzierter Tonne Papier um 30%.

Jüngste Investition ist das im Juni 2014 in Betrieb genommene Biomassekraftwerk. Mit einer Leistung laut Bolloré Thin Papers von 6,5 Megawatt und einem Produktionspotenzial von 10 Tonnen pro Stunde decke es mehr als 75% des Dampfenergiebedarfs des Standorts ab. Im Jahr 2014 habe das Biomassekraftwerk dazu beigetragen, in einem Zeitraum von sechs Monaten die Emission um 11.685 Tonnen CO2 zu verringern. 

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