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Branchenverband kritisiert IWH-Studie

Ostdeutsches Druckgewerbe unter dem Branchendurchschnitt

Das Institut für Marktforschung Halle (IWH) stellte eine Analyse vor, die nach Ansicht der Vertreter des Branchenverbandes kaum mit der Realität übereinstimmt. »Die Vorstände und Mitgliedsunternehmen sind empört. Hier wird ein Bild gezeichnet, das mit der Realität nur punktuell etwas zu tun hat«, erklärte Dieter Neumann, Geschäftsführer des Verbandes Druck und Medien Sachsen, Thüringen Sachsen-Anhalt.
Der Autor dieser Studie, Siegfried Beer habe sich ausschließlich auf Material gestützt, das bei den statistischen Ämtern vorliegt. Daraus läßt sich wieder einmal belegen, dass mit statischen Werten vielerlei Interpretationen möglich sind.
Hauptärgernis für die Kollegen im Osten ist die genutzte Grundlage für die IWH-Studie. Es sind nur die 156 Betriebe zur Branche gezählt worden, die 20 und mehr Beschäftigte haben. Tatsächlich aber gibt es 1428 Betriebe (ohne Berlin) in den neuen Bundesländern.
»Trotz bedeutender Produktivitätssteigerungen liegen wir im Vergleich mit den alten Ländern erst bei 75 bis 80 %«, sagte Neumann. Ebenso verwundert die Aussage in der Studie, dass seit 1995 die Produktion um 80 % ausgeweitet worden sei. Tatsächlich werde momentan eine Kapazitätsauslastung von rund 80 % erreicht, »wo soll da eine 80-prozentige Erweiterung herkommen«.
Ebenso kritisch ist die Aussage zu bewerten, dass Umsatzsteigerungen unter anderem dadurch erzielt worden seien, weil bei den Kunden der Druckereien höhere Preise durchsetzbar waren. »Genau das war eben nicht möglich. Der größte Teil der kleinen Unternehmen hatte Mühe, im vergangenen Jahr überhaupt eine schwarze Null zu erreichen«, erklärte Neumann. Die Quelle der Umsatzentwicklung sei allerdings in den extrem gestiegenen Papierpreisen zu sehen. »Das Jahr 2000 sei kein fettes gewesen, aber eins der Stabilisierung«, fasst Neumann für den Druckverband zusammen.

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