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Bundesdruckerei: Geringerer Umsatz, höheres Ergebnis

Geschäft mit neuem Reisepass im Visier

Die Bundesdruckerei in Berlin befindet sich nach Angaben des Sprechers der Geschäftsführung, Ulrich Hamann, auf gutem Kurs. Das Ende 2000 privatisierte, aber bislang schwächelnde Unternehmen hat das Geschäftsjahr 2004 mit geringerem Umsatz, aber mit höherem Ergebnis vor Steuern (EBT) als im Vorjahr abgeschlossen. Den Umsatzrückgang von 194,7 Mio. Euro auf 181,8 Mio. Euro führt Hamann auf das rückläufige Geschäft mit Briefmarken und Postwertzeichen zurück. Hier habe der Hauptkunde, die Deutsche Post AG, wiederholt deutliche Preisnachlässe durchgesetzt. Auch der Banknotendruck lief 2004 schwächer. Dennoch stieg das EBT von 0,2 Mio. auf 25,8 Mio. Euro. Die Mitarbeiterzahl wurde weiter reduziert. Im vergangenen Jahr zählte die Bundesdruckerei noch 1200 Beschäftigte – nach 1370 im Vorjahr.
Für die Zukunft setzt Hamann auf den steigenden Bedarf an Banknoten und Personalausweisen sowie die Einführung des elektronischen Reisepasses. Ab 1. November sollen in Deutschland neue Pässe ausgegeben werden, auf denen auch biometrische Daten des Inhabers gespeichert sind. Außerdem ist eine neue Euro-Serie mit neuen Sicherheitsmerkmalen geplant, wobei die Europäische Zentralbank erst 2008 mit der Ausgabe beginnen will. Darüber hinaus scheint auch das Auslandsgeschäft gut anzulaufen. Nach Israel lässt jetzt auch Litauen seine Führerscheine im Scheckkartenformat in Berlin drucken und fertigen.

Bundesdruckerei http://www.bundesdruckerei.de

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