Weiterempfehlen Drucken

Bundesdruckerei geht gegen Bundesbank vor

Im Streit mit der Bundesbank über die Auftragsvergabe für die deutschen Euro-Banknoten, geht die Berliner Druckerei in die nächste juristische Instanz.

Die Bundesdruckerei nimmt es nicht widerstandslos hin, dass sie 2011 erstmals keine deutschen Euro-Banknoten drucken soll. Im Streit mit der Bundesbank über die Auftragsvergabe geht die Berliner Druckerei in die nächste juristische Instanz. Wie die Financial Times Deutschland berichtete, legte die Druckerei jetzt Beschwerde beim Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die jüngste Entscheidung der Vergabekammer des Bonner Bundeskartellamts ein. Nach Angaben von Rechtsexperten wird damit die Bundesbank weiter in der endgültigen Vergabe des Druckauftrags blockiert. Der Gang zum Oberlandesgericht habe eine aufschiebende Wirkung über die Entscheidung der Vergabekammer des Kartellamts.

Für die Bundesdruckerei ist es die letzte Chance, doch noch am Euro-Auftrag 2011 beteiligt zu werden. Die Berliner Staatsdrucker hatten schon die Vergabekammer des Kartellamts erfolglos angerufen. Diese billigte das Vorgehen der Bundesbank bei der Euro-Ausschreibung. Die Bundesbank schreibt seit 2008 den Nachdruck von deutschen Euro-Banknoten europaweit aus – aber bislang wurde die Bundesdruckerei immer berücksichtigt. Zum Teil waren die Druckkapazitäten sogar am Wochenende ausgelastet. Vom Umsatz über 312 Mio. Euro (2009) entfielen 58 Mio. Euro auf den Banknotendruck.

Jetzt soll der Staatsdrucker leer ausgehen und der zweite deutsche Euro-Drucker, der Münchner Konzern Giesecke & Devrient (G&D), nur einen kleinen Anteil erhalten. Die Gewerkschaft sieht bis zu 180 Arbeitsplätze in Berlin gefährdet. Der Großteil des Auftrags soll an die privaten Druckereien Enschede in den Niederlanden und Oberthur in Frankreich gehen.
Die beiden deutschen Euro-Druckereien G&D sowie die Bundesdruckerei bezweifeln, dass die Bundesbank tatsächlich zur europaweiten Ausschreibung des Auftrags verpflichtet ist, so Financial Times Deutschland, zumal große Zentralbanken anderer Euro-Länder nicht diese Ausschreibungspraxis wählen. Genau in diesem Punkt hatte die Vergabekammer des Bundeskartellamts der Bundesbank aber zugestimmt.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Cewe: Halbjahreszahlen fast auf Vorjahresniveau – Prognose für 2017 bestätigt

Konzern-Umsatz liegt im 1. Halbjahr leicht unter den Vorjahreswerten, im Mittel soll er aber steigen

Mit einem Konzern-Umsatz von 234,6 Mio. Euro (H1 2016: 236,0 Mio. Euro) und einem EBIT von -0,4 Mio. Euro (H1 2016: -0,5 Mio. Euro) liegt die Cewe Stiftung & Co. KGaA nach dem ersten Halbjahr 2017 im Plan. Das hat das Unternehmen vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Auch wenn die Zahlen leicht unter den Vergleichswerten des Vorjahres liegen, geht Cewe davon aus, dass trotz der erhöhten Umsatzsteuer für Fotobücher der Konzernumsatz 2017 von 593,1 Mio. Euro im Vorjahr im Mittel leicht steigen und am Ende zwischen 585 und 615 Mio. Euro liegen werde. Der Vorstand hat die Prognose für das Gesamtjahr entsprechend bestätigt.

» mehr

IT meets Print – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Das Sommerloch...

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Die wichtigsten News direkt auf's Smartphone

Bitte warten...