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Bundesministerium fördert digitales Druckverfahren bei der Interprint GmbH

Arnsberger Dekordruckerei erhält Fördergelder in Höhe von 1,6 Mio. Euro
 

Das Bundesumweltministerium (im Bild Bundesumweltminister Peter Altmaier) fördert ein digitales Druckverfahren für Dekore bei der Interprint GmbH in Arnsberg mit rund 1,6 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm.

Die Interprint GmbH aus Arnsberg führt ein digitales Druckverfahren ein, um Dekore für die Möbel- und Holzstoffindustrie energie- und ressourceneffizient herzustellen. Das Bundesumweltministerium fördert dieses Pilotprojekt mit rund 1,6 Mio. Euro aus dem Umweltinnovationsprogramm. Ziel des Vorhabens sei es, den bisher in der Branche üblichen Tiefdruck durch Digitaldruck zu ersetzen.

Im Vergleich zum Tiefdruckverfahren könne damit, so heißt es in der Mitteilung des Bundesministeriums, der Primärenergiebedarf jährlich um rund 440.590 Kilowattstunden gesenkt sowie Kohlendioxidemissionen in Höhe von rund 678.372 Kilogramm vermieden werden. Außerdem reduziere sich der Ausschuss an Papier um 344.000 Kilogramm sowie der Verbrauch an Wasser um 1.163 Kubikmeter, an Kupfer um 4.183 Kilogramm und an Chromsäure um 693 Kilogramm pro Jahr.

Bisher sei die Herstellung von Farbdrucken sehr energieintensiv gewesen, da drei bis vier Druckzylinder hintereinander geschaltet und nach jedem Druckzylinder die bedruckte Papierbahn jeweils getrocknet werden musste. Bei dem neuen Verfahren wird das Medium jedoch digital mit einem Inkjet-Drucker bebildert. Die Papierbahn wird unter den feststehenden Druckköpfen hinweg transportiert und in nur einem Drucklauf bedruckt. Der Digitaldruck benötige nur wenige Meter Papiervorlauf bis ein fertiges Produkt hergestellt werden kann. Energie werde lediglich für das Umwälzen der Farben, den Transport der Papierbahnen und das einmalige Trocknen der Farben sowie für die Klimatisierung benötigt. 

Vorhaben soll Beitrag zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Druckindustrie leisten

Bei erfolgreichem Projektverlauf lasse sich demonstrieren, dass die mit dem digitalen Druckverfahren hergestellten Dekore qualitativ denen des energie- und ressourcenintensiven Tiefdruckverfahrens entsprechen, heißt es in der Mitteilung weiter. Die Technologie soll auf fast alle Dekordrucke, die für die Möbel- und Holzstoffindustrie hergestellt werden, übertragbar sein. Das Vorhaben leiste einen "wichtigen Beitrag zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz in der Druckindustrie".

Mit dem Umweltinnovationsprogramm wird die erstmalige, großtechnische Anwendung einer innovativen Technologie gefördert. Das Vorhaben muss laut dem Bundesministerium über den Stand der Technik hinausgehen und sollte Demonstrationscharakter haben.

Wer ist Interprint?

Die Interprint-Gruppe gehört nach eigener Aussage zu den führenden Dekordruckereien und verfügt über weltweit sieben Standorte mit eigener Produktion, Vertriebs- und Serviceabteilungen, drei Vertriebsbüros sowie ein Vertriebs- und Servicebüro in Italien. Zusätzlich unterhält die Unternehmensgruppe Handelsvertretungen in zahlreichen Ländern. Die Interprint-Gruppe gehört zu 100% der in Arnsberg ansässigen Wrede Industrieholding, ein familiengeführtes Unternehmen mit über 125-jähriger Erfahrung im Holzwerkstoffbereich.

Mit insgesamt 29 Produktionsmaschinen bei einer Gesamtkapazität von 1,7 Mrd m² beschäftigt die Interprint-Gruppe mehr als 1.000 Mitarbeiter. Allein in Deutschland sind 345 Mitarbeiter beschäftigt. Das Stammhaus von Interprint befindet sich in Arnsberg, wo das Unternehmen 1969 gegründet wurde.

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