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Bundesverband Druck und Medien e. V.

5. Bankenkonferenz : Unternehmen haben ihre Hausaufgaben gemacht

Die Vielfalt und Leistungsfähigkeit der deutschen Druckindustrie aufzeigen, unter diesem Motto hatte der Bundesverband Druck und Medien e.V. (bvdm) am 22. Februar die Branchenanalysten großer Kreditinstitute zu seiner nunmehr 5. Bankenkonferenz eingeladen. Im Rahmen seiner Veranstaltung bot der Verband den Banken einen fundierten Einblick in die konjunkturelle und strukturelle Entwicklung der Branche und präsentierte erfolgreiche Mitgliedsunternehmen. Diesmal waren es Gegensätze der besonderen Art: Kurt Schmelzle, Rollenoffsetunternehmer aus Waiblingen, dessen Unternehmen als eines der modernstes in Deutschland gilt, unterhält bundesweite Standorte und repräsentierte mit einem jährlichen Druckvolumen von 50 000 t Papier den hohen Druckauflagenmarkt. Matthias Keim, Mitinhaber des gleichnamigen Vorstufenunternehmens Ph.Hch. Keim GmbH zeigte den Analysten dagegen, dass man als Druckunternehmen auch ohne zu drucken erfolgreich sein kann. Die Keim GmbH konzentriert sich ganz auf die digitale Vorstufe für hochwertige Verpackungen und betreut einen festen Kundenstamm im In- und Ausland.
Rolf Schwarz, Präsident des bvdm, stellte fest, dass die Unternehmen zum größten Teil ihre Hausaufgaben gemacht hätten und deshalb auch wieder zuversichtlicher in die Zukunft blicken könnten. Schwarz: »Auch wenn sich die Lage insgesamt stabilisiert hat, der Preisdruck auf die Druckereien hält unvermindert an.«
Dieter Ullmann, Chefvolkswirt des bvdm, analysierte die gegenwärtige Lage und stellte ein Anziehen der Werbung fest. »Fast alle Produktgruppen haben 2004 den turn around geschafft«, so Ullmann. Trotzdem werde der Aufwärtstrend durch die nach wie vor zu schwachen Nachfrageimpulse wieder gebremst. Die Investitionsquote, die zuletzt nur noch bei 4,5 % lag und damit so niedrig wie nie zuvor war, spreche dafür, dass sich bald wieder etwas bewegen werde.
Zu den Aussichten für das kommende Jahr sagte Ullmann: »Die Unternehmen sind weder euphorisch noch optimistisch. Wir erwarten eine Stabilisierung auf niedrigem Niveau und moderate Wachstumsraten von höchstens 2 Prozent.« Ein positives Signal für die Analysten sei der starke Beschäftigtenabbau, der die Produktivität der Unternehmen deutlich verbessert habe. Diese würde vornehmlich dazu genutzt, Eigenkapital aufzubauen und überfällige Investitionsvorhaben zu finanzieren.

Bundesverband Druck und Medien e. V. http://www.bvdm-online.de

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