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CMAC-Druckzentrum nach Insolvenz des Verlages stillgelegt

Zeitungsgruppe Thüringen übernahm nur das Vertriebs- und Beilagengeschäft
 
CMAC

Das CMAC Medien- und Druckzentrum wurde zum Jahresende 2014 stillgelegt.

Die Pleite des Thüringer Verlagshauses CMAC GmbH & Co. Verlags KG mit seinen "Hallo"-Wochenblättern hat auch zur Schließung der verlagseigenen Zeitungsdruckerei in Erfurt geführt. Die Zeitungsgruppe Thüringen übernahm zwar inzwischen einige Betriebsteile – das Vertriebs-, Logistik- und Beilagen-Geschäft –, die Druckerei wurde aber zum Jahresende 2014 stillgelegt.

54 Vollzeitbeschäftigte aus den übernommenen Bereichen sowie aus der allgemeinen kaufmännischen Verwaltung des Verlages seien im Rahmen eines Betriebsübergangs zur neuen Eigentümerin gewechselt, gab Insolvenzverwalter Dirk Götze bekannt, der sich auch "zuversichtlich zeigte" – so eine Meldung des Mitteldeutschen Rundfunks –, dass auch die Arbeitsplätze von mehr als 3.200 Zustellern durch die Übernahme gesichert seien. Der CMAC-Verlag hatte seit Mitte der 1990er-Jahre die "Hallo"-Wochenzeitungen herausgegeben und im Oktober 2014 Insolvenz angemeldet.

Nach Angaben des Insolvenzverwalters wurden Produktion und Vertrieb der Wochenzeitungen "Die Hallos Thüringen" am 31. Dezember eingestellt. Die Druckerei, der Anzeigen- und Verlagsbereich, die Online-Redaktion sowie der Betriebsbereich Satz und Layout seien zum Jahresende geschlossen worden, so Götze. Davon waren 82 Mitarbeiter betroffen – zum Teil Studenten und geringfügig Beschäftigte. 65 Mitarbeiter seien in die Transfergesellschaft gewechselt.

Das CMAC Medien- und Druckzentrum mit 6.000 qm umbauter Fläche direkt an der Bundesstraße 4 gab es seit Herbst 2008. Die Druckmaschine, eine 48 Seiten KBA Express, war gebraucht von den Oberösterreichischen Nachrichten in Linz erworben worden. Insgesamt hatte die CMAC GmbH & Co. Verlags KG rund zwölf Mio. Euro in die eigene Produktionsstätte investiert.

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