Weiterempfehlen Drucken

Cewe: Halbjahreszahlen fast auf Vorjahresniveau – Prognose für 2017 bestätigt

Konzern-Umsatz liegt im 1. Halbjahr leicht unter den Vorjahreswerten, im Mittel soll er aber steigen
 

Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA. Nach dem ersten Halbjahr 2017 liegen die Zahlen zwar ganz leicht unter dem Vorjahresniveau, aber dennoch im Plan. Übers gesamte Geschäftsjahr gesehen sollen sie im Mittel leicht steigen. Der Vorstand hat seine Prognose für 2017 bestätigt.

Mit einem Konzern-Umsatz von 234,6 Mio. Euro (H1 2016: 236,0 Mio. Euro) und einem EBIT von -0,4 Mio. Euro (H1 2016: -0,5 Mio. Euro) liegt die Cewe Stiftung & Co. KGaA nach dem ersten Halbjahr 2017 im Plan. Das hat das Unternehmen vor wenigen Tagen bekannt gegeben. Auch wenn die Zahlen leicht unter den Vergleichswerten des Vorjahres liegen, geht Cewe davon aus, dass trotz der erhöhten Umsatzsteuer für Fotobücher der Konzernumsatz 2017 von 593,1 Mio. Euro im Vorjahr im Mittel leicht steigen und am Ende zwischen 585 und 615 Mio. Euro liegen werde. Der Vorstand hat die Prognose für das Gesamtjahr entsprechend bestätigt.

Neben dem anvisierten Konzernumsatz soll das Konzern-EBIT im Korridor von 45 Mio. Euro bis 51 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 44,5 Mio. Euro und 50,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 30 Mio. Euro und 34 Mio. Euro. In der 12-Monats-Perspektive (01.07.2016 bis 30.06.2017), die auch das saisontypisch starke 4. Quartal enthält, erreicht Cewe eigenen Angaben zufolge ein EBIT von 47,0 Mio. Euro. Damit liege der Konzern innerhalb der prognostizierten Bandbreite für das Gesamtjahr 2017. Dabei müsse berücksichtigt werden, dass das 4. Quartal 2016 impairmentbedingte Abschreibungen in Höhe von 6,9 Mio. Euro enthielt, die sich in dieser Höhe voraussichtlich nicht wiederholen werden.

Wie Dr. Christian Friege, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA erklärt, sei man mit dem ersten Halbjahr nicht unzufrieden. Dem negativen Nachfrageeffekt auf die höhere Umsatzsteuer auf Fotobücher sei das Unternehmen durch zusätzliche Marketingaufwendungen begegnet. Zudem habe man "einen spürbaren Brexit-Effekt im Kommerziellen Online-Druck verzeichnet". Das Wachstum der Mehrwertprodukte und der damit erneut gestiegene Umsatz pro Foto hätten diese negativen Einflüsse jedoch zu weiten Teilen ausgeglichen, so dass Cewe für das Gesamtjahr 2017 auf Zielkurs liege.

Fotofinishing: Mehrwertprodukte gleichen Umsatzsteuer-Effekt aus

Das Geschäftsfeld Fotofinishing habe das Vorjahresergebnis bestätigt: Im ersten Halbjahr 2017 erwirtschaftete Cewe bei einem um 0,7% auf 167,7 Mio. Euro gestiegenen Umsatz ein EBIT von 1,6 Mio. Euro (H1 2016: 0,5 Mio. Euro). Vor Sondereffekten liege das operative EBIT bei 1,3 Mio. Euro und damit etwa auf dem Niveau des Vorjahres (bereinigtes operatives EBIT H1 2016: 1,4 Mio. Euro). Im ersten Halbjahr 2016 hatte der Fotofinishing-Umsatz bereits um 12,5% zugelegt; das EBIT hatte sich um 3,4 Mio. Euro verbessert. Im ersten Halbjahr 2017 haben nach Aussage des Unternehmens besonders die Produkte wie z.B. Cewe Wandbilder, Handyhüllen und weitere Fotogeschenke für ein Umsatzwachstum gesorgt, das den teilweise wohl auch umsatzsteuerbedingten Absatzrückgang beim Cewe Fotobuch überkompensierte. Der Trend zu diesen Mehrwertprodukten habe den Wert pro Foto um 8,0% auf 19,46 Cent gesteigert, so dass auch der Fotofinishing-Umsatz insgesamt leicht zulegte.

Brexit bremst Kommerziellen Online-Druck / Im Einzelhandel ziehen höhermargige Produkte

Aufgrund der Brexit-bedingten Nachfrage- und Währungsverluste in Großbritannien lag der Umsatz im Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck mit 40,5 Mio. Euro um 1,6% unter dem Vorjahreswert (41,1 Mio. Euro). Bereinigt um diesen Effekt habe der Kommerzielle Online-Druck ein leichtes Wachstum von rund 1% erzielt. Das EBIT verringerte sich auf -0,2 Mio. Euro (H1 2016: +0,8 Mio. Euro). Dennoch erwarte man insgesamt für 2017 weiterhin ein positives Jahresergebnis.

Im Geschäftsfeld "Einzelhandel" hat Cewe eigenen Angaben zufolge den Umsatz durch den Fokus auf höhermargige Produkte reduziert. Deshalb erzielte der Bereich trotz eines um 8,3% auf 25,0 Mio. Euro verringerten Umsatzes ein leicht verbessertes EBIT (-375 TEUR), das ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres lag (-400 TEUR) und damit im Plan. Hier werde vor allem das Weihnachtsgeschäft für den Ertrag entscheidend sein.

Mit einer Eigenkapitalquote von 62,4% zum 30.06.2017 (30.06.2016: 56,8%) ist Cewe nach eigener Aussage solide finanziert. Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit sei mit -0,6 Mio. Euro nahezu ausgeglichen gewesen, der Ertrag auf das eingesetzte Kapital (ROCE) wuchs von 19,7% im Vorjahr auf 20,5% per 30.06.2017.

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Papyrus kündigt Preiserhöhungen an

Für Lieferungen ab Januar 2018

Der Papiergroßhändler Papyrus (Ettlingen) kündigt Preiserhöhungen an, die ab dem 2. Januar 2018 wirksam werden sollen. Je nach Produkt und Hersteller betragen diese Erhöhungen laut Papyrus zwischen 5 und 8 Prozent auf die bisherigen Abgabepreise.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Druck&Medien Awards 2017 - die Gewinner

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Druck&Medien Awards 2017 – Get-together und Dinner

Druck&Medien Awards 2017 – Die Verleihung

Umfrage

Verschenken auch Sie personalisiert gedruckte Produkte zu Weihnachten?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...