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Cewe Stiftung & Co. KGaA: Leichtes Umsatzplus im dritten Quartal

Ertragsprognose für das laufende Geschäftsjahr wird vom Vorstand bestätigt
 

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA hat auch im dritten Quartal ein leichtes Umsatzplus verzeichnet.

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA hat ihre Zahlen für das dritte Quartal 2017 vorgelegt. Demnach konnte der Konzern in allen drei Geschäftsfeldern ein leichtes Umsatzplus erzielen – der gesamte Konzernumsatz habe im dritten Quartal um 1,7 Mio. Euro auf 130,3 Mio Euro zugelegt. Das um Sondereffekte bereichnigte EBIT habe sich gegenüber dem Vorjahr um 0,9 Mio. Euro auf 4,0 Mio. Euro verbessert. Vor diesem Hintergrund einer soliden Umsatz- und Ergebnisentwicklung hat die Cewe Stiftung & Co. KGaA ihre Ertragsprognose für 2017 bestätigt.

CEO Dr. Christian Friege sieht das Unternehmen darum gut auf die erwartete Saisonspitze im vierten Quartal vorbereitet. In der 12-Monatsperspektive (01.10.2016 bis 30.09.2017), die auch das saisontypisch starke Weihnachtsgeschäft enthält, erreicht Cewe ein EBIT von 46,1 Mio. Euro und liege damit innerhalb der Prognosebandbreite für das Gesamtjahr 2017. Trotz der erhöhten Umsatzsteuer auf Fotobücher in Deutschland soll der Konzernumsatz 2017 von 593,1 Mio. Euro im Vorjahr im Mittel leicht steigen (585 Mio. Euro bis 615 Mio. Euro). Das Konzern-EBIT soll im Korridor von 45 Mio. Euro bis 51 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 44,5 Mio. Euro und 50,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 30 Mio. Euro und 34 Mio. Euro.

Während Cewe in den letzten Jahren bis 2015 noch Verluste in den ersten drei Quartalen verzeichnete und über 100 Prozent des Konzernergebnisses im vierten Quartal erwirtschaften musste, hat das Unternehmen in den ersten neun Monaten des laufenden Geschäftsjahres mit 3,2 Mio. Euro nach 2016 erneut ein positives EBIT erreicht.

Fotofinishing: Zahl und Wert der Fotos wachsen

Im Geschäftsfeld Fotofinishing sorgen weiterhin Produkte wie der Cewe Kalender, die Cewe Wandbilder, Cewe Cards und weitere Fotogeschenke wie z.B. Handyhüllen für eine hohe Nachfrage und ein Wachstum. Darüber hinaus habe der Absatz des Cewe Fotobuchs im Berichtsquartal um 0,3% auf 1,361 Mio. Stück wieder leicht zugelegt. In diesem Bereich hat Cewe mit dem Cewe Fotobuch Pure ein neues Produkt im Angebot, mit dem Kunden per App vom Smartphone aus schnell und einfach Fotobücher erstellen können. Der Fotofinishing-Umsatz übertraf den Vorjahreswert im dritten Quartal um +0,9% und erreichte 96,3 Mio. Euro (Q3 2016: 95,4 Mio. Euro) – trotz der v.a. in Deutschland erhöhten Umsatzsteuer auf Fotobücher, so Cewe. Vor Sondereffekten habe das EBIT operativ mit 4,2 Mio. Euro um 0,6 Mio. Euro über dem bereinigten Vorjahreswert von 3,6 Mio. Euro gelgen. Das ausgewiesene Fotofinishing-EBIT erreichte im dritten Quartal 2017 4,1 Mio. Euro (Q3 2016: 5,6 Mio. Euro). Operativ habe sich der Geschäftsbereich besser entwickelt als erwartet: Erstmals seit 2013 verzeichnete Cewe im dritten Quartal eine steigende Produktionsmenge an Fotos. Dabei wuchs aber nicht nur die Zahl der produzierten Fotos um 0,6% auf 532 Mio. Stück, sondern auch der Wert pro Foto legte um 3,4% auf 18,11 Eurocent zu, wie das Unternehmen erklärt.

Kommerzieller Online-Druck wächst trotz Brexit um 2,6%

Im Kommerziellen Online-Druck habe das Wachstum in den übrigen Ländern die Währungsverluste und Nachfrageschwäche in Großbritannien kompensiert: Für das dritte Quartal 2017 verzeichnete Cewe mit +2,6% auf 20,2 Mio. Euro wieder ein insgesamt leicht positives Wachstum. Der Geschäftsbereich hat inklusive der Effekte aus der Kaufpreisallokation von Saxoprint das EBIT um +0,7 Mio. Euro auf 0,4 Mio. Euro verbessert (operatives EBIT: Verbesserung um +0,4 Mio. Euro auf 0,5 Mio. Euro). Durch die am 23. Oktober 2017 gemeldete Akquisition des Berliner Online-Druck-Unternehmens Laserline will Cewe den Kommerziellen Online-Druck weiter ausbauen. Abhängig von der Zustimmung des Bundeskartellamts soll Laserline mit Jahresbeginn 2018 übernommen werden. Für 2018 rechnet Cewe mit einem Umsatzbeitrag von rund 15 Mio. Euro und einem integrationsbedingt eventuell leicht negativen EBIT-Beitrag. Ab 2019 soll Laserline jedoch positiv zum EBIT der Gruppe beitragen. Wie angekündigt hat Cewe darüber hinaus im dritten Quartal das Betriebsgrundstück sowie die Immobilie von Saxoprint in Dresden, den Saxopark, erworben.

Einzelhandel stabilisiert Umsatz und erwartet starkes Quartal

Erstmals seit 2013 hat Cewe im Geschäftsfeld Einzelhandel den Umsatz im dritten Quartal stabilisiert: Nach der ertragsorientierten Umsatzreduktion der Vorjahre habe der Geschäftsbereich bei einem wiederum nahezu ausgeglichenen EBIT (-70 TEuro) einen zum Vorjahr etwa konstanten Umsatz von 13,0 Mio. Euro (Q3 2016: 12,9 Mio. Euro) erzielt. Dabei sei jedoch zu berücksichtigen, dass der im Einzelhandel erzielte Foto-Umsatz im Geschäftsfeld Fotofinishing ausgewiesen wird. Wie der Konzern erklärt, stieg der Foto-Umsatz aus dem Einzelhandel seit 2015 um 15%.

57,0% Eigenkapitalquote, ROCE liegt bei 19,3%

Die Eigenkapitalquote lag, wie das Unternehmen bekannt gab, zum 30. September 2017 bei 57,0% (30.09.2016: 57,1%). Die Bilanzsumme stieg gegenüber dem 30.09.2016 um 34,2 Mio. Euro auf 342,9 Mio. Euro. Hier wirke sich der Erwerb des Saxoparks aus, der die Finanzverbindlichkeiten und zugleich die langfristigen Vermögenswerte und damit das Capital Employed erhöht hat. Daher habe sich bei einem verbesserten 12-Monats-EBIT von 46,1 Mio. Euro (Vorjahr: 44,8 Mio. Euro) der Return on Capital Employed (ROCE) als Kennzahl der Kapitalrentabilität seit dem 30. September 2016 leicht von 20,6% auf 19,3% verringert.

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