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Cewe erwirtschaftet leichten Gewinn im ersten Quartal

Stabiler Umsatz und vor Sondereffekten leicht gestiegenes EBIT
 

Cewe – hier der Standort Oldemburg – hat im ersten Quartal 2017 einen leichten Gewinn erwirtschaftet.

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA hat im ersten Quartal ein positives Konzern-Ergebnis erwirtschaftet: Bei einem nahezu stabilen Umsatz von 118,6 Mio. Euro (Q1 2016: 119,2 Mio. Euro) hat nach Unternehmensangaben das EBIT mit 0,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau gelegen. Vor Sondereffekten stieg das EBIT leicht von 0,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 1,0 Mio. Euro im Berichtsquartal. Damit habe sich das erste Quartal von einem traditionellen Verlustquartal in ein Quartal mit einem kleinen Gewinn gewandelt. Vor diesem Hintergrund hat Cewe seine Prognose für das Geschäftsjahr 2017 bestätigt, in dem ein EBIT zwischen 45 Mio. und 51 Mio. Euro angestrebt wird (2016: 47,0 Mio. Euro).

Wie CEO Dr. Rolf Hollander erklärt, konnten im ersten Quartal besondere Belastungen wie etwa die in Deutschland und Österreich erhöhte Umsatzsteuer auf Fotobücher sowie die negativen Auswirkungen des Brexit auf den Cewe-Geschäftsbereich Kommerzieller Online-Druck durch bessere Entwicklungen anderer Produkte und Märkte kompensiert werden.

Fotofinishing-Umsatz mit 85,6 Mio. Euro auf Vorjahresniveau

Im Geschäftsfeld Fotofinishing erzielte Cewe im ersten Quartal mit 85,6 Mio. Euro einen Umsatz auf Vorjahresniveau (Q1 2016: 85,5 Mio. Euro). Mit einem EBIT von 1,3 Mio. Euro habe Cewe den Vorjahreswert von 1,2 Mio. Euro leicht übertroffen. Die Umsatzstruktur habe sich jedoch gegenüber dem Vorjahr verändert: Das erste Quartal 2016 war von einem hohen Zuwachs beim Cewe Fotobuch geprägt, so dass sich die aktuelle Entwicklung dieses Produkts – die eher eine logische Fortsetzung des Jahres 2015 sei – gegenüber der Performance 2016 als Rückgang um - 9,3 % darstelle. Zudem habe sich die Einstellung der Belieferung eines Handelspartners ausgewirkt. Auch die mittlerweile verkaufte kleine US-Internetaktivität Smilebooks hatte im Vorjahr noch zum Mengenwachstum beigetragen. Zum Teil sei der Mengenrückgang beim Cewe Fotobuch vermutlich auch ein Effekt aus der Umsatzsteuererhöhung für Fotobücher in Deutschland und Österreich.

Der deutliche Zuwachs bei Cewe Wandbildern und anderen Markenprodukten konnte nach Angaben des Konzerns auf der Umsatzebene den Rückgang beim Cewe Fotobuch voll kompensieren. Im Absatzvolumen und bei den Bildermengen habe diese Strukturveränderung hingegen nicht vollständig ausgeglichen werden können: Cewe Wandbilder und andere Cewe-Markenprodukte gehen überwiegend mit der Bilderzahl 1 in die Mengenstatistik ein, Fotobücher mit den darin enthaltenen Bildern jedoch mit einem Vielfachen dieser Zahl. Unverändert positiv sei daher der Basistrend von "Masse zu Klasse": Der Umsatz pro Foto legte laut Cewe um 10,4 Prozent auf 19,55 Cent zu.

Kommerzieller Online-Druck bestätigt positives EBIT im ersten Quartal

Im ersten Quartal 2017 wuchs der Umsatz des Geschäftsfeldes Kommerzieller Online-Druck auf 20,6 Mio. Euro und erreichte damit ein leichtes Plus von 0,6 %. Zugleich habe der Kommerzielle Online-Druck mit +0,1 Mio. Euro auf EBIT-Ebene die positive Entwicklung des Vorjahres (Q1 2016: +0,5 Mio. Euro) bestätigt. Dabei sei das Wachstum im Kommerziellen Online-Druck vor allem durch die Entwicklung im britischen Markt gedämpft worden. Aufgrund Brexit-induzierter Nachfrageverluste verzeichnete das Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck in Großbritannien einen Umsatzrückgang im ersten Quartal 2017, wie Cewe erklärt. Zusätzlich habe der Wertverlust des britischen Pfunds gegenüber dem Euro um 10,3 % seit 23. Juni 2016 (Stichtag: 31.03.2017) diesen Effekt noch verstärkt, da Cewe den Umsatz in Euro ausweist.

Da der Geschäftszuwachs darüber hinaus durch das im Vorjahr saisonuntypische und ungewöhnlich starke Wachstum im Januar und Februar gekennzeichnet war, sei das Geschäftsfeld Kommerzieller Online-Druck auf Kurs, die Jahreszielsetzung 2017 eines in den meisten Märkten steigenden Umsatzes zu erreichen.
Einzelhandel mit Umsatzrückgang, aber mit leicht verbessertem Ergebnis – Geschäftsfeld "Sonstiges" ebenfalls leicht verbessert

Aufgrund des Verzichts auf margenschwache Produktbereiche habe sich der Umsatz des Geschäftsfelds Einzelhandel von 12,8 Mio. Euro im Vorjahresquartal auf 11,8 Mio. Euro im ersten Quartal 2017 reduziert. Das EBIT verbesserte sich von - 0,4 Mio. Euro auf - 0,3 Mio. Euro. Das Geschäftsfeld "Sonstiges" hat im ersten Quartel Umsätze in Höhe von 0,7 Mio. Euro erzielt (Q1 2016: 0,5 Mio. Euro). Der EBIT-Beitrag zum Konzernergebnis aus den Aufwandspositionen der Struktur- und Gesellschaftskosten sowie dem Ergebnis aus Immobilienbesitz und Beteiligungen betrug im Berichtsquartal - 0,5 Mio. Euro (Q1 2016: - 0,7 Mio. Euro).

ROCE steigt auf 20,8 %: 12-Monats-EBIT erreicht 47 Mio. Euro

Die Eigenkapitalquote stieg laut Cewe zum 31. März 2017 auf 63,2 % (31. März 2016: 61,3 %). Gleichzeitig habe sich die Kapitalrentabilität verbesser: Obwohl sich das durchschnittliche Capital Employed auf 226,2 Mio. Euro erhöhte (Q1 2016: 216,3 Mio. Euro), stieg der Return on Capital Employed (ROCE) von 18,8 % auf 20,8 %, da das EBIT in der 12-Monats-Perspektive von 40,6 Mio. Euro auf 47,0 Mio. Euro zugelegt hat. Darüber hinaus soll die Dividende je Aktie erneut steigen. Aufsichtsrat und Vorstand wollen der Hauptversammlung am 31. Mai 2017 eine auf 1,80 Euro je Aktie gestiegene Dividende vorschlagen (+20 Cent pro Aktie), wie es von Seiten Cewe heißt. Dies sei bereits die achte Steigerung der Dividende in Folge.

Ziele für 2017 bestätigt

Auf Grundlage des ersten Quartals 2017 bestätigt der Vorstand seine Prognose für 2017 in vollem Umfang. Trotz der erhöhten Umsatzsteuer auf Fotobücher soll der Konzernumsatz 2017 von 593,1 Mio. Euro im Vorjahr 2016 auf 585 Mio. Euro bis 615 Mio. Euro im Mittel leicht steigen. Das Konzern-EBIT soll im Korridor von 45 Mio. Euro bis 51 Mio. Euro liegen, das EBT zwischen 44,5 Mio. Euro und 50,5 Mio. Euro und das Nachsteuerergebnis zwischen 30 Mio. Euro und 34 Mio. Euro. Damit hebt der Vorstand in seiner Prognose für 2017 den operativen EBIT-Ergebniskanal gegenüber der Zielsetzung für 2016 um rund 5 Mio. Euro an.

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