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Cewe schließt das Geschäftsjahr 2015 mit Umsatz- und Ergebnis-Plus ab

Kommerzieller Online-Druck und das Segment Einzelhandel sind ein Jahr früher als geplant operativ profitabel
 

Die Cewe Stiftung & Co. KGaA hat im Geschäftsjahr 2015 sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern können. Im Bild: Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA.

Auch im Geschäftsjahr 2015 hat die Cewe Stiftung & Co. KGaA sowohl Umsatz als auch Ergebnis steigern können. Wie der Konzern bekannt gab, lag der Umsatz nach vorläufigen Berechnungen mit 554,2 Mio. Euro um 5,8 % höher als im Vorjahr (2014: 523,8 Mio. Euro). Das operative Ergebnis (EBIT) habe sich um 13,0 % auf 36,8 Mio. Euro (2014: 32,6 Mio. Euro) verbessert. Der Bereich Kommerzieller Online-Druck sowie das Einzelhandelssegment haben zudem, so Dr. Rolf Hollander, Vorstandsvorsitzender der Cewe Stiftung & Co. KGaA, erstmals und ein Jahr früher als geplant operativ die Gewinnschwelle erreicht.

Das Fotofinishing als größter Geschäftsbereich habe mit einem Umsatzwachstum von 7,5 % auf 414,9 Mio. Euro und einem EBIT von 40,4 Mio. Euro (+2,4 %; vor Restrukturierungskosten und Goodwill-Abschreibungen sogar 43,4 Mio. Euro, +10,1%) die Vorjahreswerte erneut übertroffen. Auch im Einzelhandel konnte das Unternehmen Fortschritte erzielen und im Kommerziellen Online-Druck sowohl ein zweistelliges Wachstum als auch eine Ertragsverbesserung erreichen, so Hollander. So habe sowohl der Einzelhandel mit einem um 2,5 Mio. Euro besseren Ergebnis als auch der Kommerzielle Online-Druck mit einem um 1,9 Mio. Euro besseren EBIT zum Ertragsplus im Konzern beigetragen.

Bei Fotos liegt die Digitalquote bei 96,8 %

Insgesamt 2,23 Mrd. Fotos hat Cewe im Jahr 2015 produziert und damit den oberen Rand des gesteckten Zielkorridors von 2,17 bis 2,22 Mrd. Fotos erreicht. Dabei sind 2,16 Mrd. digitale und nur noch 0,07 Mrd. Fotos von Filmen. Die Digitalquote nähere sich mit 96,8 Prozent immer stärker der 100-Prozent-Marke an. Vor allem sei der auf 6,0 Mio. Bücher gewachsene Absatz des Cewe Fotobuchs (Ziel: 6,0-6,1 Mio.) für das hohe Volumen der Digitalfotos verantwortlich. Neben dem Absatz, legte laut Cewe auch der Umsatz pro Buch erneut zu. Auch die weiteren Produkte wie Cewe Kalender, Cewe Cards und Cewe Wandbilder verzeichneten ein überwiegend zweistelliges Wachstum. Der größere Anteil und die gewachsene Nachfrage nach hochwertigen Fotoprodukten habe zu einem um +10,3 % auf 18,6 Eurocent höheren Umsatz pro Foto geführt.

Einzelhandel und Kommerzieller Online-Druck operativ wieder in der Gewinnzone

Der Einzelhandel hat nach Angaben des Konzerns bei einem Umsatz von 60,8 Mio. Euro mit -0,4 Mio. Euro ein nahezu ausgeglichenes Ergebnis erzielt (2014: -2,9 Mio. Euro). Operativ, also bereinigt um die Restrukturierungskosten in Höhe von 0,6 Mio. Euro, die noch im ersten Quartal 2015 für die Neupositionierung des Einzelhandels in Polen angefallen waren, habe das Geschäftsfeld Einzelhandel insgesamt die Gewinnschwelle nun wieder überschritten.

Positiv entwickelte sich auch der Kommerzielle Online-Druck, der laut Cewe nicht nur um 10,4 % auf 77,8 Mio. Euro im Umsatz wuchs und das EBIT auf -0,9 Mio. Euro (2014: -2,9 Mio. Euro) verbesserte: Bereinigt um den nicht operativen Effekt aus der Kaufpreisallokation der Saxoprint-Übernahme liege das EBIT des Kommerziellen Online-Drucks bei 1,2 Mio. Euro. Damit habe der Kommerzielle Online-Druck bei Cewe operativ die Gewinnschwelle ein Jahr früher erreicht als geplant.

Wachstumsfelder

"Damit ist unsere Strategie aufgegangen, mit den Erträgen aus dem Fotofinishing das dynamische Wachstum des Kommerziellen Online-Drucks voranzutreiben", so Dr. Rolf Hollander. Im Geschäftsjahr 2015 verzeichnete das Segment "Sonstiges", in dem die Struktur- und Gesellschaftskosten sowie Immobilien und Beteiligungen an jungen Unternehmen geführt werden, ein EBIT von -2,0 Mio. Euro. "Mit der gezielten Beteiligung an jungen Unternehmen wollen wir den Aufbau neuer Zukunfts-Geschäftsfelder nach dem Vorbild des Kommerziellen Online-Drucks fortsetzen", erklärt der Vorstandsvorsitzende.

Cewe setzt sich gegen Mehrwertsteuererhöhung bei Fotobüchern ein

Im Zuge der Verkündung der Geschäftszahlen erklärte Cewe zudem, dass sich der Konzern dafür einsetzt, die seit 25. Dezember 2015 möglicherweise wirksame Mehrwertsteuererhöhung von 7% auf 19% auf Fotobücher in Deutschland und Österreich wieder zurückgenommen oder zumindest durch eine Übergangsregelung abgefedert wird. Ursache für die höhere Mehrwertsteuer sei eine Entscheidung des Zolltarifausschusses der EU, der Fotobücher in einen neuen Zolltarif eingeordnet hat. Da sich das Mehrwertsteuerrecht in Deutschland und Österreich auf diese EU-Zolltarife beziehe, führe die Entscheidung auf EU-Ebene so auch unbeabsichtigt zu einer Anhebung des nationalen Mehrwertsteuersatzes. "In den Niederlanden, Großbritannien und vielen anderen Ländern werden Fotobücher weiterhin entweder gar nicht besteuert oder es gilt der verminderte Steuersatz", so Hollander. Daher setze sich der Konzern für eine Korrektur ein.

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