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Cimpress dezentralisiert seine Organisationsstruktur

Zentrale Einheiten werden schlanker – mehr als 160 Stellen sollen gestrichen werden
 

Robert Keane, CEO von Cimpress: Die neuen Prozesse sollen Cimpress unternehmerischer, flexibler und wettbewerbsfähiger machen.

Der Onlinedruck-Konzern Cimpress plant die Dezentralisierung seiner Organisationsstruktur. Dazu hat CEO Robert Keane eine Reihe unterschiedlicher Maßnahmen angekündigt. So sollen etwa 3.000 Teammitglieder, die bisher zentralen Einheiten angehörten, den Geschäftsbereichen zugeordnet werden. Geplant sei es zudem, auch den Umfang anderer, bisher zentral ausgeführter Aufgaben zu reduzieren, was eine Streichung von ca. 160 Stellen bzw. 1,6 Prozent der Belegschaft bedeuten würde. Zugleich sollen geplante Neueinstelllungen in spezifischen Bereichen verringert und auch die Stellen von vier Cimpress Executive Officers gestrichen werden. Mit Hilfe der Maßnahmen will Cimpess eigenen Angaben zufolge die Verantwortlichkeiten für Kundenzufriedenheit und Kapitalrendite verbessern, die Entscheidungsfindung vereinfachen und Umsetzungssprozesse beschleunigen.

Viele Cimpress-Teams, die derzeit zu unternehmensweiten zentralen Gruppen in Technologie-, Produktions-, Supply-Chain- und anderen konzernweiten Funktionen gehören, werden durch die geplanten Maßnahmen Teil eines der Geschäftsbereiche des Unternehmens oder dazugehöriger Portfolio-Management-Teams. Mit der neuen Struktur werden die zentralen Gruppen von Cimpress beschränkt sein auf Global Procurement und Supplier Research, ein zentrales Technologieteam, dessen Schwerpunkt unter anderem auf dem Aufbau der Mass-Customization-Plattform von Cimpress liegt. Der Anteil der Teammitglieder in den diversen Geschäftsbereichen werde von ca. 66 Prozent per Ende Dezember 2016 auf ca. 97 Prozent bis Ende März 2017 zunehmen. Die meisten verbleibenden zentralen Teammitglieder sollen künftig dem zentralen Cimpress-Technologieteam angehören.

Wie Robert Keane, Chief Executive Officer, erklärt beschäftigt Cimpress nahezu 10.000 Teammitglieder an ca. 50 Standorten in mehr als 30 Ländern auf sechs Kontinenten. Da man sich von Vistaprint zu Cimpress weiterentwickelt habe und damit ein viel größeres und vielfältigeres Unternehmen geworden sei, müssten die Verantwortlichkeiten für die Aktivitäten besser strukturiert und die Gewichtung der zentralen Organisation reduziert werden.
Im Zuge der Ankündigungen hat Cimpress weiterhin die folgenden Beförderungen und Neuaufnahmen in sein Executive Team bekannt gegeben:

  • Trynka Shineman, vormals President von Vistaprint, wurde zum Chief Executive Officer von Vistaprint befördert.
  • Maarten Wensveen, vormals Senior Vice President, Technology, wurde zum Chief Technology Officer befördert.
  • Peter Kelly, Chief Executive Officer von National Pen, wird künftig ebenfalls dem Cimpress Executive Team angehören.
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