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Cordier Druck-Medien hat Insolvenz angemeldet

Der Betrieb laufe vorerst weiter – Ziel sei eine Sanierung

Der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Peter Staufenbiel prüft derzeit die Situation der Cordier Druck-Medien GmbH. Ziel sei eine Sanierung.

Die Cordier Druck-Medien GmbH, eine Druckerei mit Sitz in Heilbad-Heiligenstadt (Thüringen) hat einen Insolvenzantrag gestellt. Einem Bericht der Online-Ausgabe der Thüringischen Landeszeitung zufolge prüft der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Peter Staufenbiel derzeit die Situation der 18 Beschäftigten. Dabei soll die GmbH vorerst, im Rahmen der vorläufigen Insolvenz, fortgeführt werden. Ziel sei es die Druckerei zu sanieren.

Eine Lösung wäre laut Staufenbiel ein externer Investor „mit frischen Drittmitteln“, der an einem Sanierungskonzept mitarbeitet. Wie Geschäftsführer Bernhard Codier (48) gegenüber der Zeitung erklärte, will er die Arbeitsplätze erhalten und den Kunden weiterhin die gewohnte Leistung bieten.

Als Gründe für den Insolvenzantrag nennt er einen verschärften Wettbewerb in der Druckbranche und hohe technische Investitionskosten. Laut Codier wären in seiner Firma neue Maschinen im Bereich Druck und in der Weiterverarbeitung nötig gewesen.

Die Druckerei, die seit 1819 besteht, wird als Familienbetrieb in sechster Generation geführt. Nach eigenen Angaben bietet sie eine sehr breite Produktpalette, die von Familien- und Geschäftsdrucksachen über Werbeprospekte bis hin zu Büchern reicht, an.

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Leserkommentare (1)

Jürgen Schaack | Freitag, 28. Oktober 2011 13:40:02

Cordier-Druck

Wie hebe ich mich von der lästigen Konkurrenz ab?
Verschärfter Wettbewerb, Überkapazitäten, fehlender Businessplan, fehlendes Frühwarnsystem, Zeitmangel und Überarbeitung, fehlende Unternehmens-Entwicklung und Positionierung am Markt gegenüber dem Wettbewerb sind, vor allem für die Druckereien, häufig der Grund für fehlende Margen und damit Finanzierung, und letztlich das Ausscheiden aus dem Markt. Der einzige Einfall, der dann häufig noch die Situation herumreißen soll, ist, die Kosten und die Preise zu senken, "mehr Umsatz machen". Die Situation ist für die Beteiligten traurig, kommt jedoch in aller Regel nicht überraschend. Effizienz und Effektivität gepaart mit etwas Kreativität im Einsatz der vorhandenen Mittel bewirken manchmal Wunder. Allerdings, bevor das Kind vollends in den Brunnen gefallen ist. Danach wird es meist schwierig, weil dann, in aller Regel, die finanziellen Möglichkeiten erschöpft sind. Jedoch nicht die der anderen, noch vorhandenen Ressourcen.
Rechtzeitig Hilfe von außen holen, kein aussitzen oder totschweigen, kann häufig das Schlimmste verhindern, zumindest abmildern, den Neustart ermöglichen. Das größte Pfund wird garnicht angewendet: das präsente Wahrnehmen der Situation sowie der Wille, die Bereitschaft zur Veränderung, betrieblich, persönlich. Der Witz in all dem ist, dass das Wissen zu Lösungen weitgehend kostenlos, zum Eigenstudium, vorhanden ist. Und eine Hilfe von außen, gemessen an dem was auf dem Spiel steht oder verloren geht, nur einen Bruchteil davon kosten würde. Erinnert mich an die 3 Affen, Kikko, Japan: nichts (böses) sehen, nichts hören, nichts sagen. Schade. Schade um alles, was dadurch zu Bruch geht. Es ginge auch einfacher. Nicht leichter!

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