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Curtis Fine Papers meldet Insolvenz an

Produktion wurde mit sofortiger Wirkung eingestellt

Die Insolvenzen in der Papierindustrie scheinen sich fortzusetzen. Nach der Papierfabrik Scheufelen musste nun auch der schottische Feinpapierhersteller Curtis Fine Papers Insolvenz anmelden. Wie aus Unternehmenskreisen bekannt wurde, stehen die Maschinen seit dem 24. Juli still. Britischen Medienberichten zufolge wurden bereits 180 der 260 Mitarbeiter entlassen.
Als Insolventverwalter wurde das Wirtschaftsberatungsunternehmen KPMG eingesetzt. Der zuständige Verwalter, Blair Nimmo, machte Verluste in den vergangenen Jahren für die Insolvenz verantwortlich. Zwar habe man den Absatz im vergangenen Jahr etwas steigern können, jedoch sei dies im Hinblick auf die steigenden Energie- und Rohstoffpreise nicht ausreichend gewesen. Zudem sei der Versuch gescheitert, Teile des Firmengeländes zu verkaufen.
Keith Chapman, Geschäftsführer von Curtis Fine Papers, kritisierte die Vorgehensweise der KPMG-Mitarbeiter und hat sich, einem Bericht der Tageszeitung The Courier zufolge, mit 40 Mitarbeitern zu einem Sitzstreik zusammengeschlossen.
Curtis ist als Spezialanbieter vor allem im Sicherheitsbereich tätig. Die mit Sicherheitselementen versehenen Papiere kommen beispielsweise für Schecks, Dokumente, Fahr- oder Wahlscheine zum Einsatz. Zudem bietet das Unternehmen individuelle Anfertigungen mit kundenspezifischen Wasserzeichen.
Mit rund 270 Mitarbeitern und einer Produktionskapazität von 28.000 Tonnen pro Jahr erzielte Curtis Fine Papers einen Jahresumsatz von 46 Mio. Euro (2005).

Curtis Fine Papers http://www.curtisfinepapers.com

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