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DDVG: Kein strategisches Interesse am Druck

SPD-Medienholding beklagt defizitäre Druckereien
 

SPD-Schatzmeisterin und Generaltreuhänderin Dr. Barbara Hendricks.

Die Deutsche Druck- und Verlagsgesellschaft mbH (DDVG), in der die SPD ihre Beteiligungen an Medien-, Druck- und anderen Unternehmen gebündelt hat, konnte der Partei 7,1 Mio. Euro (Vorjahr: 7,7 Mio. Euro) überweisen. Nach Steuern sind dies rund 6 Mio. Euro. Dies wird möglich durch Gewinnvortrag aus besseren Jahren. Denn das Jahresergebnis 2011 der DDVG betrug nur knapp eine Mio. Euro.

Das Gros der DDVG-Beteiligungen entfällt auf Regionalzeitungen wie die Neue Westfälische oder die Madsack-Gruppe in Hannover. Die verbliebenen Beteiligungen an Druckunternehmen waren allerdings besonders belastend. „Schwierig bleibt die Lage in der Drucksparte“, heißt es im DDVG-Geschäftsbericht. Auch 2011 seien sämtliche Druckereien der DDVG defizitär gewesen.

Auf Grund der „strukturellen Krise“ und des „ruinösen Wettbewerbs“ haben man bei allen Druckbeteiligungen Restrukturierungen durchgeführt oder begonnen. Die Rollenoffsetdruckerei in Bayreuth wurde Anfang 2012 geschlossen. Die Gründe dafür nennt die DDVG „vielschichtig“. Die Medienholding stellt fest, dass für sie kein „strategisches Interesse in der Druckproduktion“ besteht.

Das Beteiligungsergebnis der DDVG in der Sparte Druck für 2011 wird mit minus 0,1 Mio Euro ausgwiesen. Nach der Schließung in Bayreuth gehören noch jeweils 70 Prozent der Dräger + Wullenwever Print + Media GmbH & Co. KG (Lübeck) sowie der Braunschweig-Druck GmbH mit diversen Beteiligungen zur entsprechenden DDVG-Unit. Als Generaltreuhänderin hält SPD-Schatzmeisterin Dr. Barbara Hendricks 94,67 Prozent der Firmenanteile an der DDVG.

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