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Das BVDM-Konjunkturtelegramm: Tiefster Stand seit fast einem Jahr

Westdeutsche Druckindustrie im Juli 2004

Die geschäftliche Situation hat sich weiter deutlich verschlechtert und sinkt auf den tiefsten Stand seit fast einem Jahr. Fast die Hälfte der Betriebe (47 Prozent) halten ihre Geschäftslage für schlecht, 51 Prozent für befriedigend und nur zwei Prozent für gut. Die Produktion nimmt verstärkt ab. 30 Prozent der Unternehmen berichten über eine sinkende, nur drei Prozent über eine steigende Produktionstätigkeit gegenüber dem Vormonat. Die Nachfragesituation ist ebenfalls deutlich schlechter als im Vormonat. Die Auftragsbestände werden weiter abgebaut. Die Reserven unterschreiten ihr Normalmaß wesentlich häufiger als im Vormonat, aber nicht ganz so häufig wie vor Jahresfrist: 60 Prozent halten ihre Reserven für zu klein;nur zwei Prozent der Betriebe haben verhältnismäßig große Auftragsbestände. Der Preisrückgang setzt sich verstärkt fort: 34 Prozent der Unternehmen registrieren Preissenkungen gegenüber dem Vormonat. Preiserhöhungen kann kaum ein Betrieb am Markt durchsetzen.
Der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung blicken die Unternehmen skeptischer als in den Vormonaten entgegen. Die Produktionstätigkeit wird in den nächsten drei Monaten noch weiter nachlassen. 20 Prozent rechnen mit negativen konjunkturellen Einflüssen, 14 Prozent erwarten eher positive Impulse. Der Preisrückgang wird anhalten: 16 Prozent kalkulieren niedrigere Preise ein, mit Preissteigerungen in den nächsten drei Monaten rechnen fünf Prozent. Die Geschäftsaussichten haben sich weiter eingetrübt: 18 Prozent rechnen mit einer eher ungünstigeren Geschäftslage in den kommenden sechs Monaten, nur zehn Prozent erwarten eine eher günstigere Lage. Der Geschäftsklima-Index sinkt von –21 (Juni) auf –27, den niedrigsten Wert seit Juni 2003.
(Bild: Geschäftsklima-Index der letzten vier Jahre)

BVDM http://www.bvdm-online.de

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