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Der Spiegel soll künftig im Offset gedruckt werden

Druckvertrag mit der Tiefdruckerei Prinovis läuft Ende 2014 aus
 
Spiegel-Verlagshaus

Das Gebäude des Spiegel-Verlages im Hamburger Hafen.

Der Spiegel-Verlag (Hamburg) lässt den Druckvertrag für das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“, das bisher an zwei Standorten des Tiefdruckunternehmens Prinovis produziert wird, zum Jahresende auslaufen. Ab 2015 soll der Spiegel im Offset gedruckt werden. Dies bestätigte eine Verlagssprecherin der Nachrichtenagentur Reuters. Das Wochenmagazin wird im kommenden Jahr seinen Erscheinungstag von Montag auf Samstag verlegen und will in diesem Zuge die Herstellungszeiten verkürzen.

Es wird in der Branche erwartet, dass mindestens eine in Süd- oder Mitteldeutschland beheimatete Rollenoffsetdruckerei den Zuschlag für den Druck einer Teilauflage erhält. Der Spiegel wird derzeit – auf Grund der geplanten Schließung des Prinovis-Standortes Itzehoe – in Ahrensburg bei Hamburg und in Dresden produziert. An der Aufteilung der Herstellung auf mindestens zwei Standorte will der Spiegel-Verlag wohl festhalten.

Zu den Rollenoffsetunternehmen, die in den vergangenen Jahren ihre Kapazität für große Umfänge und Auflagen besonders ausgebaut haben, zählen Stark-Druck in Pforzheim (u.a. zwei 96-Seiten-Maschinen), WKS in Wassenberg und Essen (u.a. eine 160-Seiten-Maschine) und Mohn Media in Gütersloh (u.a. zwei 96-Seiten-Maschinen). Auch Prinovis hat erstmals in den Offset investiert und stellt in Dresden zwei 48-Seiten-Maschinen aus der Insolvenzmasse der Adam Nord GmbH auf, die bis Jahresende betriebsbereit sein sollen.

Das „Handelsblatt“, das die Nachricht des Auftragsverlustes für Prinovis auf seiner Website zuerst verbreitet hatte, schreibt, dass Europas größte Offsetdruckerei, Mohn Media in Gütersloh, „wieder ein Kandidat“ bei der Neuvergabe des Druckauftrags sei. Mohn Media gehört zum Bertelsmann-Konzern, der 25,5 Prozent der Anteile am Spiegel-Verlag hält. Aber auch Prinovis – als Teil der Be-Printers-Gruppe – ist mehrheitlich im Besitz von Bertelsmann.

Die IVW weist für den Spiegel im 4. Quartal 2013 eine Druckauflage von 1.065.015 Exemplaren aus. Gegenüber dem entsprechenden Vorjahresquartal schrumpfte die Druckmenge um 5,3 Prozent. Das Handelsblatt schätzt das wertmäßige Volumen des Gesamtdruckauftrags auf 20 bis 25 Mio. Euro.

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Leserkommentare (1)

Schöler Sebastian | Montag, 24. März 2014 10:06:03

SPIEGEL Druckvertrag

Der Text ist interessant.
Leider hat sich aber ein Fehler eingeschlichen.
Die Bertelsmann SE & CO KG hält nicht 25,5 % am SPIEGEL Verlag.
Die Anteile werden von Gruner und Jahr gehalten. An G+J ist Bertelsmann mit rund 75% beteiligt. Daher ist Bertelsmann nicht direkt am SPIEGEL Verlag beteiligt.
Über Gruner beträgt die Beteiligung rund 17%.

Viele Grüße

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