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Deutscher Druck- und Papiermaschinenbau: Auftragsbücher sind gut gefüllt

Auftragseingang für Druck- und Papiertechnik beträgt 2015 plus 10 Prozent – bei Druckmaschinen 9 Prozent Auftragsplus
 

Eingebettet in den VDMA – Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbau e.V. (Blick auf das VDMA-Gebäude/Haus 5 in Frankfurt/M.) – ist der Fachverband Druck- und Papiertechnik der Branchenverband für Hersteller von Vorstufentechnik, Druckmaschinen aller Verfahren, Papierverarbeitungsmaschinen sowie der Papierherstellungs- und Veredelungsmaschinen. Im Fachverband sind über 100 Unternehmen des Druck- und Papiermaschinenbaues engagiert.

Beim deutschen Druck- und Papiermaschinenbau stehen die Zeichen wieder auf Wachstum. Die Branche geht mit gut gefüllten Auftragsbüchern in das Drupa-Messejahr 2016, wie der Fachverband Druck- und Papiertechnik im VDMA aktuell meldet. Dabei unterscheidet sich die Entwicklung im Inland allerdings grundlegend von der Situation beim Export. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Auftragseingang für Druck- und Papiertechnik insgesamt um 10 Prozent. Die Hersteller von Druckmaschinen melden 9 Prozent Auftragsplus. Für Papierverarbeitungsmaschinen gingen 2015 abermals 21 Prozent mehr Aufträge ein, nachdem der Auftragszuwachs hier schon 2014 bei 29 Prozent lag, so der Fachverband weiter.

Wie Dr. Markus Heering, Geschäftsführer des Fachverbandes Druck- und Papiertechnik im VDMA, mit Blick auf die Weltleitmesse Drupa 2016 (31. Mai bis zum 10. Juni in Düsseldorf) betont, ist die Tatsache, „dass die Nachfrage schon im Vorfeld unserer wichtigsten Branchenmesse so stark anzieht, für unsere Mitgliedsunternehmen ein gutes Signal“. 

In über 40 Veranstaltungen der „Drupa World Tour“ auf allen fünf Kontinenten habe er in den letzten Wochen den Eindruck gewonnen, dass die „Fieberkurve“ weltweit steigt. „Die Neugier auf das neue Drupa-Konzept war ebenso greifbar, wie das Interesse am technologischen Aufbruch unserer Branche in Richtung Print 4.0“, so Heering weiter. 

Die deutschen Druck- und Papiermaschinenbauer konnten ihre Umsätze durch ihre traditionell starken Auslandsgeschäfte gegenüber dem Vorjahr leicht steigern (+1 Prozent). Und das, obwohl es im Inland erneut einen starken Umsatzrückgang von 13 Prozent gab und sich die Abkühlung der chinesischen Wirtschaft auf die Nachfrage nach Druck- und Papiertechnik ausgewirkt hat. Nach bisher vorliegenden Zahlen gingen die Exporte in die Volksrepublik China in den ersten acht Monaten 2015 um knapp ein Zehntel gegenüber dem Vorjahr zurück, während die EU-Länder um 22 Prozent zulegten. „China ist weiterhin hinter der EU der zweitgrößte Absatzmarkt für deutsche Druck- und Papiertechnik“, erläutert Heering, „dicht gefolgt von den USA, die mit einem Wachstum von 5,5 Prozent immer mehr aufholen.“

Im Bereich Papierverarbeitungsmaschinen legten der Inlandsumsatz um 13 Prozent und die Auslandsumsätze um 9 Prozent zu. Die Hersteller von Druckereimaschinen mussten dagegen abermals Umsatzeinbußen von insgesamt 6 Prozent hinnehmen. Im Inland gaben die Umsätze sogar um 24 Prozent nach. „Diese Entwicklung hatte sich durch den schwachen Auftragseingang im Jahr 2014 angekündigt. Dass wir bei Druckereimaschinen nun 18 Prozent mehr Aufträge aus EU-Ländern und insgesamt fast ein knappes Zehntel Auftragszuwachs sehen, lässt auf ein besseres Jahr 2016 hoffen“, erklärt Heering.

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