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Deutschland: Faltschachtelindustrie behauptet europäische Spitzenposition

Produktionswert 2014 genau wie 2013 – aber: Zahl der Faltschachtelunternehmen in Deutschland auch 2014 weiter rückläufig
 

Die Grafik zeigt eine Reihe von nationalen Faltschachtelmärkten 2013 und ihren Anteil am Faltschachtelproduktions-Gesamtvolumen in Europa. Deutschland hält 20,9 % am europäischen Faltschachtelmarkt (Quelle: ECMA/FFI).

Die deutsche Faltschachtelindustrie behauptet mit einem Produktionswert in Höhe von erneut 1,879 Mrd. Euro (2013: 1,879 Mrd. Euro) und einem Produktionsvolumen von 839.368 Tonnen (2013: 850.530 t) im Geschäftsjahr 2014 die Spitzenposition im europäischen Vergleich vor Italien und Großbritannien. Das meldet der FFI – Fachverband Faltschachtel-Industrie e.V. Bedingt durch die erstmalige Einbeziehung der osteuropäischen Faltschachtelmärkte in die europäische Auswertung ist der Anteil Deutschlands am gesamteuropäischen Markt mit 20,9 % aus statistischen Gründen im Vergleich zum Vorjahr um knapp 4 % gesunken. Gleiches gilt für das Produktionsvolumen, das 2014 um 11.000 Tonnen geringer ausfiel als 2013. Das entspricht einem Rückgang von 1,3 %.

Das Verhältnis von Mengen- zu Produktionswertentwicklung liegt 2014 bei 2,24 Euro pro Kilogramm produzierte Faltschachteln und damit 3 Cent beziehungsweise 1,4 % über dem Vorjahreswert, wie der FFI weiter berichtet. Die Kapazitätsauslastung stieg innerhalb der ersten drei Quartale 2014 an, fiel im letzten Quartal jedoch leicht auf 86,9 %. Die Verluste aus der Finanz- und Wirtschaftskrise konnten dauerhaft ausgeglichen werden, so der FFI weiter. 

Wie in den Jahren zuvor setzt sich auch 2014 der rückläufige Trend, was die Anzahl der Faltschachtelunternehmen in Deutschland angeht, fort, wie betont wird. Dies sei hauptsächlich bedingt durch Unternehmenszusammenschlüsse. 

Die Anzahl der Mitglieder im FFI ist dagegen gestiegen. Seit der letzten Mitgliederversammlung stehen einem Austritt eines Vollmitglieds sowie eines assoziierten Mitglieds jeweils zwei Neuaufnahmen gegenüber. Damit repräsentiert der FFI nach wie vor drei Viertel des Produktionswerts (74,9 %) und rund zwei Drittel des Produktionsvolumens (67,3 %) der Gesamtbranche, auch wenn ein Rückgang von 1,0 % beziehungsweise 0,5 % im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen ist. 

Im Detail haben die FFI-Mitgliedsunternehmen im Jahr 2014 einen Produktionswert in Höhe von 1,407 Mrd. Euro (-1,3 % gegenüber 2013) und eine Produktionsmenge von 564.855 Tonnen (-2,0 % gegenüber 2013) erzielt. 

Umstellung von der Kartonbestellung und -lieferung nach Gewicht auf Bogenzählung

Eines der bedeutendsten FFI-Verbandsprojekte ist die zusammen mit der Vereinigung Maschinenkarton bereits 2012 gestartete Überarbeitung der zuletzt 1998 herausgegebenen „FFI/VMK Qualitätsmerkmale für Faltschachtelkarton“. Anfang 2014 wurden die Qualitätsmerkmale den Mitgliedern zur Verfügung gestellt. Zentraler Aspekt ist darin die Umstellung von der Kartonbestellung und -lieferung nach Gewicht auf Bogenzählung, um das „Working Capital“ zu reduzieren und die „Supply Chain“ zu optimieren, wie es weiter heißt. 

Ein weiteres Projekt des FFI ist die sogenannte „Touchpoint Studie 2015“. Die Studie zeige, dass Verpackungen nicht nur viele Touchpoints mit Konsumenten erzielen, sondern dass damit auch ein hoher Werbewert für die Unternehmen und ihre Marke erreicht werden kann, ist sich Steffen Schnizer, Sprecher des FFI-Vorstands, sicher. Im Mittelpunkt der Studie steht der Media-Äquivalenzwert, der auf Basis der Bruttoreichweite einer Verpackung den Wert der Kontakte erstmalig konkret beziffert und einen Vergleich mit anderen Werbeträgern ermöglicht (www.ffi.de).

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