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Die Druckerei OAN und Sachsendruck brauchen Geld

Grund sind geänderte Vereinbarungen mit Papierlieferanten
 

Unser Bild zeigt die Druckerei OAN: Weil die Druckerei OAN und deren Tochterfirma Sachsendruck künftig bei Papierlieferanten in Vorkasse treten müssen, soll ihnen ein Überziehungsdarlehen helfen.

Die Druckerei Offizin Andersen Nexö (OAN) mit Sitz in Zwenkau und deren Tochterfirma Sachsendruck (Plauen) brauchen Geld: Wie Geschäftsführer Stephan Treuleben gegenüber print.de bestätigte, brauchen beide Firmen eine Betriebsmittelfinanzierung, also ein Überziehungsdarlehen für Engpässe.

Als Grund nennt Treuleben geänderte Vereinbarungen mit Papierlieferanten. Bisher habe die Firma 90 Tage Zeit gehabt, die Rechnungen fürs Papier zu bezahlen. Jetzt blieben nur noch 14 Tage und die Unternehmen müssten in Vorkasse gehen.

Im Zuge dessen warteten Angestellte am Standort Zwenkau auf ihr November-Gehalt: Laut Treuleber standen per 11. Dezember noch Gehälter von 50 Mitarbeitern aus. Diese sollen aber noch in dieser Woche ausgezahlt werden.

Im Rahmen einer "Standortsicherungsvereinbarung" für Zwenkau habe die Unternehmensleitung außerdem Urlaubskürzungen für das nächste Jahr angekündigt. Der Urlaubsanspruch soll sich dann für die rund 200 betroffenen Mitarbeiter von 30 auf 25 Tage reduzieren.

Bei Sachsendruck am Standort Plauen fließen die Löhne nach Unternehmensangaben weiter pünktlich und die Auftragsbücher seien voll, so Treuleben und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht in der Zeitung "Freie Presse". So soll Sachsendruck nächstes Jahr erneut mehr als vier Millionen Bücher für das Kindermenü von McDonald's drucken. 

Grund zur Sorge müsse die Plauener Belegschaft demnach auch nicht haben. "Wir haben in den vergangenen Jahren Personal eingestellt statt entlassen. Ich denke, dass wir auch in Zukunft eher aufbauen", sagte Betriebsleiter Andreas Mößner gegenüber der "Freien Presse". Für Irritatationen sorgte nur, dass Mößner, aufgrund persönlicher Gründe, seit einigen Wochen kein Geschäftsführer mehr ist und sich stattdessen Generalbevollmächtigter nennt. Das Plauener Werk bleibe aber weiterhin eine eigenständige Gesellschaft.

Seit vier Jahren gehört Sachsendruck zur Leipziger OAN, einer der bundesweit größten Buchdruckereien. Auch die Druckwerke Reichenbach gehören der Offizin Andersen Nexö (OAN) an. Die Druckerei OAN, die seit 1746 besteht, ist Eigentum des Unternehmers Stephan Treuleben. Zur Produktpalette gehört die Produktion von Büchern und Broschüren für Verlage und Industrie.

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