Weiterempfehlen Drucken

Die EU verlangt nun Einfuhrzoll auf Computer-Monitore

Computer-Monitore sollen als Unterhaltungs-Elektronik eingestuft werden

Computer-Monitore werden künftig deutlich teurer, befürchtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (Bitkom). Der Grund: Die EU will die Einfuhr von Flachbildschirmen für Computer von sofort an mit 14 % Zoll belegen. »Die Margen im IT-Handel sind hauchdünn. Den neuen Zoll werden die Händler daher vielfach durch höhere Preise an die Käufer der Monitore weitergeben müssen«, sagt Bernhard Rohleder, Hauptgeschäftsführer des Bitkom.
Bisher hatten die Zollbehörden den Importeuren von Computerbildschirmen in den »Verbindlichen zolltariflichen Auskünften« die Zollfreiheit der Geräte bescheinigt. Diese werden zur Zeit auf Wunsch der EU-Kommission widerrufen. Damit gilt eine sofortige Zollpflicht. Betroffen sind alle LCD-Monitore, die einen digitalen Signaleingang (DVI-Schnittstelle) besitzen. Davon werden in diesem Jahr etwa 1,9 Millionen Stück in Deutschland verkauft.
Nach Ansicht des Bitkom verstößt das Vorgehen von EU und Zoll allerdings gegen internationales Handelsrecht. In dem 1996 unterzeichneten Information Technology Agreement (ITA) der Welthandelsorganisation WTO hat sich auch die EU verpflichtet, keine Einfuhrzölle auf IT-Produkte zu erheben. Das Abkommen soll die Entwicklung und Verbreitung der Informationstechnik fördern. Die EU-Kommission betrachtet die LCD-Monitore hingegen nicht mehr als IT-Produkte, sondern als Unterhaltungselektronik (UE). Diese unterliegt einem Einfuhrzoll. Der Bitkom hatte deshalb im Frühjahr gemeinsam mit dem europäischen Branchenverband EICTA technische Kriterien erarbeitet, mit denen zwischen IT-Monitoren und UE-Monitoren differenziert werden kann. Diesen Vorschlag hat die EU jedoch nicht aufgegriffen.
Der Bitkom wiederholt sein Gesprächsangebot und fordert die EU-Kommission auf, gemeinsam eine Lösung zu erarbeiten, um langwierige rechtliche Streitigkeiten auf Kosten der Computer-Nutzer zu vermeiden.

Bitkom http://www.bitkom.org

Anzeige

Firmen-Suche

Leserkommentare

Noch keine Kommentare. Geben Sie den Ersten ab!

Markt & Management

Viscom findet künftig parallel zur PSI-Messe in Düsseldorf statt

Erstmals im Januar 2019 – durch den Rhythmuswechsel gibt es im Herbst 2018 keine Viscom

Die Viscom, Fachmesse für visuelle Kommunikation, verabschiedet sich sowohl vom jährlichen Ortswechsel zwischen Frankfurt/Main und Düsseldorf sowie vom Veranstaltungszeitraum Herbst. Wie der Veranstalter Reed Exhibition bekannt gab, werde die Viscom künfig parall zur PSI, der Leitmesse der Werbewirtschaft jährlich in Düsseldorf stattfinden. Auftakt ist damit vom 8. bis 10. Januar 2019. Durch den Rhythmus-Wechsel wird im Herbst 2018 keine Viscom stattfinden.

» mehr

print.de-News jetzt auch per Whatsapp

Die besten Events von print.de – Jetzt Tickets ordern!

Deutscher Druck- und Medientag 2017

Jetzt NEU

Die print.de-Karte der wichtigen Branchenkontakte

Mehr Details zu den einzelnen Anbietern in Ihrer aktuellen Ausgabe des Deutschen Druckers unter Service/Das Branchenverzeichnis A-Z
mehr

Top-Themen

Geschäftsführer Christian Aumüller (Aumüller Druck) hinterfragt den ökologischen Sinn von Forstwirtschaftszertifikaten für Druckereien.

"Fürs FSC/PEFC-Zertifikat werden Druckereien ordentlich gegängelt!"

Am Rande eines Interviews mit „print.de“ über das Engagement der Industriedruckerei Aumüller Druck in Regensburg in Sachen betrieblicher Umweltschutz berichtete Geschäftsführer Christian Aumüller über seine jahrelangen Praxiserfahrungen mit der FSC/PEFC-Zertifizierung und hinterfragt deren Sinnhaftigkeit für die Druckindustrie.
mehr

Ganz so unbedeutend ist die Druckbranche gar nicht

Wenn das Geschäft einer Druckerei nicht mehr auskömmlich ist, hört man immer wieder dieselben Begründungen: „Das Internet macht uns das Leben schwer.“ Oder: „Wegen des ruinösen Preiskampfes haben wir keine Chance.“ Warum solche negativen Statements der Printbranche nicht gerecht werden und warum Zeitschriften als Premiumprodukte auch häufiger als alle zwei Monate erscheinen können, erläutert Bernhard Niemela, Geschäftsführer Deutscher Drucker.
mehr

Aktuell bei Top 10

Die 10 besten Schriften 2016

Das sind die 10 besten Schriften des Jahres 2016 – zumindest wenn es nach der britischen Type Foundry "HypeForType" geht. Das britische Versandhaus für Schriften hat die aus seiner Sicht besten Schriften des vergangenen Jahres gekürt.
mehr

Ganz großes Kino für Print: Wie die Creatura-Initiative begeistert

CGI – So sieht die Zukunft der Bildbearbeitung aus

Umfrage

Rechnen Sie mit einem starken Jahresendgeschäft?

Jetzt abstimmen

Kommentare

Services

Bitte warten...