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Drescher beantragt Planinsolvenz nach neuem Sanierungsgesetz

Standorte Rutesheim und Offenburg sind betroffen

Drescher-Geschäftsführer Gaston Pirih.

Seit 1. März 2012 hat der Gesetzgeber die Möglichkeit geschaffen, unter einem sogenannten ESUG-Schutzschirm (ESUG=Gesetz zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen) die Sanierung von Unternehmen zu erleichtern. Das seit 2000 zur französischen Eppe Groupe gehörende Druck- und Dienstleistungsunternehmen Drescher nutzt jetzt diese Gesetzesänderung.
 

Die drei zur Eppe-Drescher Gruppe gehörenden Unternehmen Drescher Print Solutions GmbH, Eppe-Drescher Beteiligungsverwaltung GmbH und die Drescher Full-Service Versand GmbH haben beim Amtsgericht Ludwigsburg Insolvenzantrag gestellt und die Anordnung des Schutzschirmverfahrens beantragt. Die seitherige Unternehmensleitung führt die Geschäfte weiter, zum vorläufigen Sachwalter wurde der mit der Druckindustrie vertraute Dr. Wolfgang Bilgery von der Stuttgarter Anwaltskanzlei Grub Brugger & Partner bestellt.
Wie das Unternehmen mitteilt, war es „der sinkende Bedarf bei den klassischen Formular- und Papierprodukten, verschärft durch nicht auskömmliche Marktpreise“, der zu „anhaltenden Verlusten“ bei der Drescher Print Solutions GmbH geführt hätten. Hinzu seien Steuernachforderungen in Höhe von rund 1,5 Mio. Euro gekommen.
 
Die Eppe-Drescher Gruppe ist ein europaweit agierender Fullservice-Dienstleister für Druckprodukte rund um die Unternehmenskommunikation – mit einem stetig wachsenden Anteil von Dienstleistungen in den Bereichen Digitaldruck, Personalisierung und Dokumentenversand. Die drei betroffenen Unternehmen erwirtschaften an den Standorten Rutesheim und Offenburg mit etwa 500 Mitarbeitern bei über 4000 Bestandskunden rund 70 Mio. Euro Umsatz.
 
Der Geschäftsbetrieb läuft Firmenangaben zufolge uneingeschränkt weiter. Vor allem in den Geschäftsbereichen Direktmarketing Fullservice und Document Management Services soll weiterhin planmäßig investiert werden. Der detaillierte Sanierungsplan wird Ende Mai vorgestellt – es wird angestrebt möglichst viele Arbeitsplätze zu erhalten und das Dienstleistungsgeschäft weiter auszubauen. Weitere Unternehmen der Eppe-Drescher-Gruppe gibt es in Polen, Tschechien, der Schweiz und Frankreich. Sie sind vom Insolvenzantrag nicht betroffen.

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