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Druck-Arbeitgeber halten Verdi-Forderung für "vollkommen überzogen"

Gewerkschaft will in der Druckindustrie 5,5 Prozent mehr Lohn und Gehalt für alle
 
Sönke Boyens

Der Verhandlungsführer des Bundesverbands Druck und Medien, Sönke Boyens, reagierte auf die Verdi-Forderung und fordert seinerseits "ein Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung gegenüber der Branche".

Mit der Forderung, Löhne und Gehälter um 5,5 Prozent zu erhöhen, will die Gewerkschaft Verdi in die Anfang 2014 beginnende Tarifrunde der Druckindustrie gehen. Die Arbeitgeber lehnen das als "vollkommen überzogen" ab.

Die Diskussion in der Verdi-Tarifkommission sei von einer deutlichen Kritik an der schlechten Lohnentwicklung in der Branche geprägt gewesen, teilte die Gewerkschaft mit. „Die Beschäftigten in der Druckindustrie bringen volle Leistung. Sie müssen daher in dieser Tarifrunde endlich auch an der allgemeinen Lohnentwicklung teilhaben“, sagte der stellvertretende Gewerkschafts-Vorsitzende Frank Werneke. Die Preise für Lebensmittel, Wohnung und Verkehr stiegen für alle Beschäftigten in Deutschland gleichermaßen. Deshalb gebe es unter den Beschäftigten der Branche derzeit auch „eine große Bereitschaft, für eine angemessene Lohnerhöhung zu kämpfen“, so Werneke.

Als vollkommen überzogen bezeichnet der Verhandlungsführer des Bundesverbandes Druck und Medien (BVDM), Sönke Boyens, die Forderung der Gewerkschaft. Er begründet seine Ablehnung damit, dass bei einer Umsetzung der Gewerkschaftsforderung die Innovationsfähigkeit der Branche und somit mittelfristig Arbeitsplätze auf dem Spiel stünden. Die Druckindustrie befinde sich seit einigen Jahren in einem starken Wandel. In diesem schwierigen wirtschaftlichen Umfeld würde eine Umsetzung der Forderung der Gewerkschaft die Betriebe der Branche im Übermaß belasten. Boyens wünscht sich seitens der Gewerkschaft „ein Bewusstsein für die gemeinsame Verantwortung gegenüber der Branche“.

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