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Druck + Papier Meyer in Scheinfeld stellt Geschäftsbetrieb ein

Unternehmen hatte Anfang April Insolvenz angemeldet
Meyer schließt

Die Druck + Papier Meyer GmbH im fränkischen Scheinfeld konnte vom Insolvenzverwalter nicht gerettet werden.

Die Druck + Papier Meyer GmbH im fränkischen Scheinfeld (Landkreis Neustadt/Aisch) stellt den Geschäftsbetrieb ein. Dies teilte jetzt der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Harald Schwartz mit, der dieser Tage die letzte Belegschaftsversammlung abhielt. Das Unternehmen hatte Anfang April einen Insolvenzantrag stellen müssen. 

Ein Großteil der damals 42 Mitarbeiter hat laut einer Pressemitteilung der Verwalter-Kanzlei bereits einen neuen Arbeitsplatz gefunden.

In den vergangenen Wochen führte der vorläufige Insolvenzverwalter das Unternehmen weiter.Trotz Vorgesprächen mit mehreren potentiellen Investoren aus der Druckbranche interessierte sich nur ein Unternehmen für die Fortführung des Druckereibetriebs in Scheinfeld. „Nach einer Besichtigung vor Ort sprang aber auch dieser potentielle Investor ab“, so Dr. Schwartz. Laut Website verfügt Meyer im Bereich Offsetdruck über eine 8-Seiten-Rolle Typ Albert A 101, eine Zweifarben Heidelberg GTO, eine Einfarben Heidelberg SORM sowie eine Fünffarben KBA Rapida SRO (Format IIIb).

"Der Druck war zu hoch"

Zu Hochzeiten beschäftigte Druck + Papier Meyer 125 Mitarbeiter. An den „gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern“ habe es nicht gelegen, resümiert der vorläufige Insolvenzverwalter Dr. Schwartz: Für mittelständische Druckereien sei es „mittlerweile sehr schwer, im Markt zu bestehen, der Konkurrenzdruck ist sehr hoch, die Gewinnmargen schrumpfen immer schneller“. Der klassische Drucker werde immer mehr durch große, im Online-Vertrieb starke Druckereien aus dem Markt gedrängt. Für das Scheinfelder Unternehmen sei der Druck am Ende zu hoch gewesen, „es schlitterte in die Zahlungsunfähigkeit“.

Noch 2011 wechselte die Unternehmensleitung. Trotz einer – wie es heißt – zunächst erfolgreich, jedoch letztlich zu spät eingeleiteten Restrukturierung, habe die Trendwende nicht erreicht werden können. Ein guter, traditionsreicher Name und die vorhandene Kundenstruktur reichten nicht aus, um bestehen zu können. Bestehende Aufträge würden nun mit den wenigen verbliebenen Mitarbeitern in den kommenden Wochen noch abgearbeitet. 

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