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Druck- und Mediendienstleister Stürtz in Würzburg meldet Insolvenz an

Rund 400 Mitarbeiter sind betroffen – Betrieb läuft weiter
 

Weil die Liquidität nicht mehr gewährleistet ist, hat das Verlagshaus Stürtz Insolvenz angemeldet.

Der Würzburger Druck- und Mediendienstleister Stürtz hat am 31. Januar 2013 Insolvenz angemeldet. Wie das Unternehmen bekannt gab, sollen Geschäftsbetrieb und Produktion bis auf Weiteres ohne Unterbrechung und ohne Einschränkungen fortgeführt werden. Außerdem strebe Stürtz eine "umfassende Sanierung" an. Betroffen sind rund 400 Mitarbeiter. Laut einem Bericht der Zeitung "Mainpost" ist entgegen ersten Meldungen das Schwesterunternehmen, die Agentur CMS – Cross Media Solutions GmbH (Würzburg), noch nicht insolvent.

Die Auftragsbücher seien zwar voll, aber „Umsatzrückgänge im Verlagskundenbereich sowie der Verlust attraktiver, periodischer Großobjekte durch Einstellung seitens der Verlage haben das Unternehmen 2012 destabilisiert.“, so Pressesprecherin Friederike Sauerbrey in einer Unternehmensmitteilung.

Hinzu kommt ein Schuldenberg, der sich mit dem Rückkauf des Unternehmens vor drei Jahren aufgebaut hat, so der niederländische Geschäftsführer Ronald Hof gegenüber der "Mainpost". Es handele sich dabei nicht um eigene Verbindlichkeiten, sondern um Schulden des Gesamtkonzerns.

Die Mitarbeiter hätten nach der Verkündung der Insolvenzanmeldung durch die Geschäftsleitung ihre Arbeit wieder aufgenommen, sagte Betriebsrat Wolfgang Rasp gegenüber dem Bayerischen Rundfunk. Die Mitarbeiter sähen Chancen, dass das Unternehmen diese kritische Phase übersteht. Dem Artikel der Mainpost zufolge habe das Unternehmen vor Kurzem bereits harte Einschnitte einschließlich Personalabbau zur Restrukturierung angekündigt.

Das Unternehmen gehört seit 2004 dem deutsch-niederländischen Druckereikonsortium Euradius mit Sitz im niederländischen Meppel. Stürtz ist heute spezialisiert auf die Herstellung von Zeitschriften, Journals, Schul-, Fach- und Sachbücher sowie für anspruchsvolle industrielle Printprodukte und Corporate Publishing-Medien. Die Kundenstruktur umfasst Wissenschafts- und Fachinformationsverlage, Schulbuchverlage, Special- Interest- und B2B-Verlage sowie die Industrie und den Dienstleistungssektor.

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Leserkommentare (1)

Rüdiger Braun von der rb-unternehmens-und-personaloptimierung.com | Freitag, 01. Februar 2013 15:16:01

Insolvenz Stürtz in Würzburg

Die einstige stolze Stürtz AG bis 2004, mit topmodernem Maschinenpark, hervorragendem Management, sehr guten Vertriebsstrukturen und überaus motivierten Mitarbeitern. Was ist übrig geblieben, nach dem ersten Unternehmensverkauf und der weiteren "Durchreicherei" des Tratitionsunternehmens?! ..wie so oft, nur die motivierten und engagierten Mitarbeiter! Wann wacht unsere Branche endlich auf und holt sich vor dem Exitus, professionelle Unterstützung vom Vollprofi, um Chancen wahrzunehmen und um Potenzial zu implantieren!?

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