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Druckerei Bercker hat Insolvenz angemeldet

150 Mitarbeiter sind betroffen – Betrieb läuft vorerst weiter

Druckerei Bercker hat am 19 Januar einen Insolvenzantrag gestellt.

Die Druckerei Bercker Graphischer Betrieb GmbH & Co. KG mit Sitz in Kevelaer hat am 19. Januar 2011 beim Amtsgericht Kleve einen Insolvenzantrag gestellt. Wie die Onlineausgabe der Rheinischen Post (RP Online) berichtete, sind 150 Mitarbeiter betroffen. Der Geschäftsbetrieb soll vorerst in vollem Umfang fortgeführt werden. Es würde nach geeigneten Investoren gesucht, mit denen möglichst bald eine Auffanggesellschaft gegründet werden soll.

Wie Geschäftsführer Ulrich Schurer gegenüber der RP Online bestätigte, sieht er gute Chancen für das Unternehmen, auch nach der Insolvenz fortzubestehen. „Unsere Buchdruckerei ist ausgelastet, der Maschinenpark ist modern und damit leistungsfähig, die Belegschaft hochqualifiziert und motiviert. Ohne die finanziellen Altlasten und den aktuellen Forderungsausfall wäre es nicht zur Insolvenz gekommen“, so Schurer. Erste Interessenten für eine Auffanggesellschaft hätten sich bereits beim vorläufigen Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dirk Hammes, gemeldet.

Als Grund für den Insolvenzantrag nannte Schurer mehrere Entwicklungen, auf die das Unternehmen nach seiner Aussage keinen Einfluss nehmen konnte. Die ganze Branche klage über wirtschaftliche Schwierigkeiten, für die unter anderem der Preisverfall im Buchmarkt und Neuentwicklungen wie das eBook als Gründe genannt werden. Der Geschäftsführer erklärte gegenüber der RP Online: "Als zum Jahreswechsel einer unserer wichtigsten Kunden ausfiel, zwang uns der damit verbundene erhebliche Forderungsverzicht zur Insolvenzanmeldung."

Als Buchdrucker druckte der Betrieb  in der Vergangenheit unter anderem die Harry-Potter-Bücher – und zuletzt die Biografie des Apple-Gründers Steve Jobs.

Die Mitarbeiter hatten sich vor einiger Zeit bereits mit Kurzarbeit arrangieren müssen und auf Geld verzichtet, um der Firma das Überleben zu ermöglichen, heißt es in dem Bericht von RP Online weiter. Erfolg versprechende Großaufträge sollten zwischenzeitlich das Steuer herum reißen. Doch das reichte nicht.

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