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Druckerei Biewald: Insolvenzverfahren eröffnet

14 Arbeitsplätze werden gestrichen
 

Bei der Druckerei Biewald sollen 14 Arbeitsplätze gestrichen werden.

Das Amtsgericht Hannover hat das Insolvenzverfahren der Druckerei Biewald GmbH mit Sitz in Hannover am 31. August eröffnet. Wie der Insolvenzverwalter, Manuel Sack (Kanzlei Brinkmann & Partner, Hannover), gegenüber print.de bestätigte, wurden zeitgleich die Insolvenzverfahren über das Vermögen der Tochtergesellschaften, Hahn-Druckerei GmbH & Co. und Wittmann & Wäsch Display GmbH, eröffnet.

Die Geschäftsbetriebe der Druckerei Biewald GmbH sowie der Tochtergesellschaften werden trotz der Insolvenzantragstellung bzw. der Insolvenzeröffnung "vollumfänglich fortgeführt".

Bereits im vorläufigen Insolvenzverfahren hatte sich nach Angaben von Sack abgezeichnet, dass das operative Geschäft der Unternehmensgruppe Biewald (bestehend aus den Gesellschaften Druckerei Biewald GmbH, Hahn-Druckerei GmbH & Co, Wittmann & Wäsch Display GmbH und Wittmann & Wäsch GmbH & Co. KG) grundsätzlich sanierungsfähig ist. Die Gruppe verfüge über einen soliden Kundenstamm, welcher trotz der Insolvenzantragstellung weiterhin der Unternehmensgruppe die Treue halte, so dass bislang "keine insolvenzbedingten Umsatzrückgänge zu verzeichnen sind".
 

Nach derzeitigen Ermittlungen sei ursächlich für die Insolvenzantragstellung "die bestehende Kostenstruktur (Personalbereich, Maschinenfinanzierung, Kredittilgung), welche im Vergleich zu den in den letzten drei Jahren rückläufigen Umsätzen nur bedingt Anpassungen erfahren hat." So habe sich die Liquiditätssituation zunehmend verschlechtert und nahezu sämtliche Liquiditätsreserven wurden aufgezehrt. Nachdem im April 2012 aufgrund der Insolvenz einer unternehmensnahen Gesellschaft Forderungen aus einer Bürgschaftsverpflichtung fällig gestellt wurden, mussten die parallel laufenden außergerichtlichen Sanierungsverhandlungen mit Banken und Maschinenfinanzierern als gescheitert angesehen und die Insolvenzantragstellung als alternativlos erkannt werden, heißt es in der Mitteilung des Insolvenzverwalters.

Das zwischenzeitlich entwickelte Sanierungskonzept sehe im Wesentlichen eine Anpassung der Finanzierungskredite an die aktuelle Umsatzsituation der Unternehmensgruppe vor. 

Parallel sollen die Geschäftsbetriebe der Druckerei Biewald GmbH sowie der ebenfalls insolvenzbefangenen Tochtergesellschaften im Rahmen eines "asset deals" auf eine solvente Gesellschaft der Unternehmensgruppe übertragen werden. Infolgedessen soll die Belegschaftszahl von ursprünglich 54 Arbeitnehmer auf nunmehr 40 Arbeitnehmer reduziert werden.

Derzeit wird laut Sack davon ausgegangen, dass die laufenden Finanzierungsverhandlungen im Verlauf des Monats Oktober 2012 abgeschlossen werden können, so dass eine Übertragung der Geschäftsbetriebe spätestens zum 1. November 2012 beabsichtigt ist.

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Leserkommentare (1)

Finanzprofi | Freitag, 26. Oktober 2012 15:06:02

Größenwahn

Die Risiken waren im Jahr 2009 bereits bekannt und es wurde ausdrücklich gewarnt. Maschinenfinanzierungen in solch einem Umfang müssen auf dem Markt durch Umsätze verdient werden und das war eine Nummer zu groß für dieses Unternehmen. Das Unternehmen hat einen guten Kundenstamm, gut qualifizierte Mitarbeiter und hoffentlich klappt es mit der Sanierung.

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