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Druckerei Faubel gehört jetzt komplett der Familie Kuge

Systemanbieter für Booklet-Etiketten sowie Spezialetiketten in Melsungen zu 100 Prozent in Besitz der Familie Kuge
 

Die Köpfe des Unternehmens (v.l.):  Martin Kuge, Reinhard Kuge und Frank Ludwig.

Mit mehr als 160 Mitarbeitern, davon 20 Auszubildenden, gehört die Druckerei Faubel zu den bekannten Adressen im Etikettendruck in Deutschland. Reinhard Kuge ist seit 1982 geschäftsführender Gesellschafter der Faubel & Co. Nachfolger GmbH. Neben Reinhard Kuge und dem technischen Geschäftsführer Frank Ludwig, komplettiert Martin Kuge die Geschäftsführung. Das Unternehmen blickt auf eine 158-jährige Firmengeschichte zurück. Ende 2012 wurde durch den Ausstieg des Gesellschafters Bretschneider eine Umstrukturierung der GmbH notwendig. Statt einen externen Partner in das Unternehmen zu integrieren, übernahm die Familie Kuge die gesamten Anteile.

Faubel gehört nach eigenen Angaben auch zu den erfolgreichen in unserer Branche. Das Geschäftsjahr 2012 erbrachte einen Umsatz von 21,1 Mio. Euro, das Eigenkapital liegt bei 66,5 Prozent bei einer Bilanzsumme von 21,4 Mio. Euro sowie einer Rendite von 14,3 Prozent und einem Ebita von 30,6 Prozent.

Für das laufende Geschäftsjahr ist eine Steigerung des Umsatzes auf 22 Mio. Euro geplant. Dieses Wachstum soll sich nicht nur auf die Einkünfte beschränken: Eine Erhöhung der Mitarbeiterzahlen wird ebenfalls angestrebt, dabei wird der Schwerpunkt auf der Übernahme der Auszubildenden liegen. Eine stärkere Auftragslage und der Ausbau des Personals werden in Zukunft eine bauliche Ausdehnung notwendig machen. „Unsere räumlichen Kapazitäten sind komplett ausgelastet, deshalb ist in den nächsten Jahren eine Erweiterung am Standort Melsungen vorgesehen“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter.

Die Produkte des Unternehmens aus der Druck-, Papier- und Folien verarbeitenden Industrie werden weltweit vertrieben. Faubel unterhält fünf Vertriebsbüros in Europa und ein Schwesterunternehmen, die Faubel Pharma Services, in den USA. Dabei nahm in den letzten Jahren die Exportrate stetig zu. 2011 wurden noch 55 Prozent der Waren ins Ausland geliefert, 2012 bereits 61 Prozent. Diese Tendenz soll beibehalten und dieses Jahr auf 65 Prozent gesteigert werden.

Dem Schwesterunternehmen Faubel Pharma Services fällt bei der Verwirklichung der Unternehmensziele eine zentrale Rolle zu. Der momentane Anteil des Gesamtumsatzes beläuft sich zwar nur auf sieben Prozent, doch ist laut Kuge ein hohes Wachstumspotential für die kommenden Jahre zu erkennen. In den USA soll bis Ende dieses Jahres eine Teilproduktion etabliert werden, so Reinhard Kuge zum weiteren Vorgehen.

Ein ebenso zukunftsträchtiger Markt ist Asien. In den kommenden Monaten wird in China, am Standort Shanghai, eine Repräsentanz von Faubel eingerichtet. Viele der bestehenden Kunden haben in Asien expandiert und eine Nachfrage nach hochwertigen und innovativen Produkten aus Europa geschaffen, die durch eine lokale Firmenvertretung bedient werden soll.

Um neue Märkte zu erschließen, braucht es innovative Produkte. Zurzeit laufen für mehrere Erzeugnisse von Faubel internationale Patentanmeldungen. Die Patente sollen für Europa, die USA, China und Indien gelten. „Außerdem möchten wir unser Produktportfolio erweitern. Produkte außerhalb der pharmazeutischen Industrie stehen im Fokus. Mit Hilfe eines breiteren Angebots kann man auf Marktveränderungen besser reagieren“, führt Reinhard Kuge abschließend aus.

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