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Druckhaus Cramer: Sanierung über Insolvenz-Planverfahren

Geschäftsbetrieb des Unternehmens geht unverändert weiter

Die Verantwortlichen des Druckhauses Cramer aus dem westfälischen Greven haben beim zuständigen Amtsgericht Münster Antrag auf ein Insolvenz-Planverfahren in Eigenverwaltung gestellt, wie das Druckhaus Cramer aktuell meldet. Mit diesem Antrag möchte das Unternehmen „die erforderliche Zeit gewinnen, um einen genauen Sanierungsplan zu erarbeiten, mit dem das Unternehmen künftig wettbewerbsfähig aufgestellt ist“, betont Geschäftsführer Sebastian Löw. Der Geschäftsbetrieb gehe unverändert weiter, vorhandene Aufträge werden bearbeitet, neue Aufträge entgegengenommen.

Der Antrag sei notwendig geworden, da das Unternehmen unter anderem eine historisch gewachsene Fremdkapitalstruktur besitzt, die laufend zu hohen Liquiditätsabflüssen führt, wie Löw weiter ausführt. 

Mit dem Verfahren in Eigenverwaltung nutzt das Unternehmen nun die Chance, die der Gesetzgeber nach Einführung des Gesetztes zur weiteren Erleichterung der Sanierung von Unternehmen (ESUG) im März 2012 unterstrichen hat, damit sich Unternehmen in schwierigen Situationen wieder neu aufstellen können. 

Sebastian Löw bleibt somit im Amt und führt weiter die Geschäfte. Unterstützt wird Löw bei seinen Aufgaben von den Sanierungsexperten Hubertus Bange von Lauscher Schürmann Partnerschaft und Stefan Burk, Vorstand der Burk AG, beide aus Greven. Ihnen zur Seite gestellt wird Rechtsanwalt Michael Mönig, der vom Gericht zum vorläufigen Sachwalter bestellt wurde.

Das Druckhaus Cramer ist ein Familienbetrieb, der seit mehr als hundert Jahren im Münsterland ansässig ist. Mit 90 Beschäftigten bietet das Unternehmen crossmediale und Vorstufen-Dienstleistungen sowie Druck und die unterschiedlichsten Möglichkeiten der Weiterverarbeitung.

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