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Druckhaus Dresden meldet Insolvenz unter ESUG an

Rund 45 Mitarbeiter betroffen
 

Das Druckhaus Dresden hat am 1. Februar Insolvenz unter Eigenverwaltung (ESUG) angemeldet. Unser Bild zeigt den Drucksaal des Betriebes.

Die Druckhaus Dresden GmbH mit Sitz in Dresden hat am 1. Februar einen Insolvenzantrag unter ESUG gestellt. Zum Sachwalter wurde einer Mitteilung des Unternehmens zufolge Andrew Seidl bestellt. Betroffen sind rund 45 Mitarbeiter.

Wie Rechtsanwalt Andrew Seidl gegenüber print.de bestätigte, läuft der Geschäftsbetrieb unter seiner Geschäftsführung "ohne Unterbrechung" weiter. Derzeit würde ein Sanierungskonzept erarbeitet. Ziel sei es, die Gesellschaft von wirtschaftlichen Altlasten zu befreien. Wie die Zeitung "Dresdner Neueste Nachrichten" (DNN) berichtete, machen der Druckerei neben hohen Kreditlasten Steuerstreitigkeiten mit dem Finanzamt zu schaffen.

Eine geplante Maßnahme sei der Umzug in ein kleineres Druckereigebäude. Im ersten Quartal des nächsten Jahres soll hier die Produktion losgehen.

Neben dem Sanierungsplan wird für die unter Denkmalschutz stehenden Licht- und Steindruckmaschinen eine gesonderte Lösung erarbeitet, heißt es in der Mitteilung weiter. Das Besondere daran sei, dass es sich hier nicht um bloße Museumsstücke, sondern um voll funktionsfähige Anlagen handelt. Hier sei auf lange Sicht eine Integration in das im Aufbau befindliche Kulturkraftwerk Dresden-Mitte vorgesehen. So sollen die Maschinen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Erste Gespräche mit potentiellen Investoren und Interessenten hätten bereits stattgefunden. 

Das Druckhaus war laut DNN lange mit dem Namen des SPD-Landtagsabgeordneten Karl Nolle verbunden, der die GmbH nach der Wende neu gegründet und geführt hatte. Doch Nolle und dessen Ehefrau Christa hatten sich anderthalb Jahre vor der Insolvenz aus der Geschäftsführung zurückgezogen. Sie halten aber weiter Anteile am Unternehmen.

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