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Druckindustrie: Zahl der neuen Ausbildungsabschlüsse 2014 leicht rückläufig

BVDM meldet 1,44 Prozent weniger Neuabschlüsse in der Druck- und Medienwirtschaft als 2013
 

Die Zahl der Neuabschlüsse in der deutschen Druck- und Medienwirtschaft lag 2014 mit 4.985 unter den Werten von 2013 (5.058) und 2012 (5.445). 

Im Jahr 2014 verzeichnete die Druck- und Medienwirtschaft einen leichten Rückgang der neuen Ausbildungsabschlüsse um 1,44 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das meldet der Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM) aktuell. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge der Branche lag im vergangenen Jahr bei 4.985 (2013: 5.058). Die Ausbildungsquote wird mit 8,4 Prozent angegeben – verglichen mit der gesamten Industrie ist dies ein überdurchschnittlicher Wert, wie der BVDM weiter zum Ausdruck bringt.

Der demografische Wandel ist es, der trotz der hohen Ausbildungsquote und der großen Bereitschaft, überdurchschnittlich auszubilden, Unternehmen vor die Herausforderung stellt, alle Potenziale zur Besetzung von Ausbildungsplätzen auszuschöpfen. Denn nach wie vor klagen Unternehmen über mangelnde Qualifikationen von Schulabgängern. So blieben auch 2014 Ausbildungsstellen unbesetzt, insbesondere in den Berufen Medientechnologe Druck und Druckverarbeitung. Darüber hinaus setzt sich der Trend zum Studium weiter fort. Immer mehr Schulabgänger mit Hochschulreife ziehen ein Studium einem Ausbildungsplatz vor.

Die Ausbildungsabschlüsse beim Beruf Medientechnologe Druck sind um 2,18 Prozent zurückgegangen. 2014 wurden 851 Ausbildungsverträge neu abgeschlossen. Der Rückgang beim Medientechnologen Siebdruck beträgt unter einem Prozent und lag aktuell bei 131 neuen Ausbildungsverträgen. Bei den Medientechnologen Druckverarbeitung ist ein leichtes Plus von 0,7 Prozent zu verzeichnen. 2014 waren das 287 Ausbildungsverträge (2013: 285). Auch die Packmitteltechnologen haben um 3,22 Prozent zugelegt, so dass sich insgesamt in der Druckweiterverarbeitung einschließlich der Packmittelherstellung ein Plus von 4,86 Prozent ergab.

Insgesamt lernten 2014 in den drei Ausbildungsjahren 13.167 Auszubildende einen Beruf in der Druck- und Medienwirtschaft. Die Gesamtausbildungsverhältnisse sanken damit um 5,8 Prozent (2013: 13.982 Azubis). Der Anteil der Frauen lag 2014 insgesamt bei 44,6 Prozent, wobei der Anteil beim Ausbildungsberuf Mediengestalter mit 59,1 Prozent zu Buche schlägt.

Die gerade erschienene Bildungsstatistik des Zentral-Fachausschusses Berufsbildung Druck und Medien (ZFA), Kassel, kann über die Verbände Druck- und Medien bezogen werden.

Der Bundesverband Druck und Medien e.V. (BVDM) ist der Spitzenverband der deutschen Druckindustrie. Als Arbeitgeberverband, politischer Wirtschaftsverband und technischer Fachverband vertritt er die Positionen und Ziele der Druckindustrie gegenüber Politik, Verwaltung, Gewerkschaften und Forschungsinstituten. Getragen wird er von neun regionalen Verbänden. International ist er über seine Mitgliedschaft bei Intergraf und Fespa organisiert. Zur Druckindustrie gehören aktuell rund 8.800 überwiegend kleine und mittelständische Betriebe mit etwa 143.000 Beschäftigten.

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